Bankiervereinigung: noch keine Entwarnung
Die Schweizer Banken haben die Finanzkrise noch nicht überwunden. Nach Ansicht der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg) sind die Aussichten für das Kreditgeschäft in den kommenden Monaten nicht erfreulich.
Als Folge der Wirtschaftskrise könnten sich die Kreditausfälle mehren, heisst es im Bankenbarometer 2009, das aus Anlass des Bankiertags in Zürich am Donnerstag veröffentlicht wurde. Die Margen dürften sich daher nicht schnell erholen.
Trotz verringerten Risiken stünden nach wie vor einzelne problematische Investitionen in den Büchern der Banken. Dies könnte dem Investmentbanking erneut zusetzen, warnt die Bankiervereinigung.
Eine leichte Erholung der Ertragslage sei dagegen in der Vermögensverwaltung und im Handelsgeschäft zu erwarten, heisst es mit Blick auf die zuversichtlichere Stimmung der Anleger.
Für den scheidenden SBVg-Präsidenten Pierre Mirabaud braucht die Schweiz die Grossbanken. Die Grösse der Banken sei nicht das Problem, sagte er zur Diskussion um die Zerschlagung der Grossbanken.
Das Problem sehe er vielmehr beim Investmentbanking: «Eine Bank solle nicht als Hedge Fund agieren.» Regulierungsbedarf sieht Mirabaud folglich vor allem beim Handel der Banken auf eigene Rechnung.
swissinfo.ch und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch