Bauinvestitionen 1999 in der Schweiz gesunken
In der Schweiz sind die Bauinvestitionen 1999 real um 5,3 Prozent gesunken. Mit Ausnahme von 1996 (-6,2 Prozent) ist dies das schlechteste Resultat seit Beginn der Rezession im Baugewerbe. Für 2000 erwartet die KOF ein bescheidenes Wachstum.
Gemäss den vorläufigen Ergebnissen des Bundesamtes für Statistik sanken im vergangenen Jahr die Investitionen in den öffentlichen Bau um 7 Prozent, wie die Konjunkturforschungs-Stelle der ETH Zürich (KOF) mitteilte.
Obwohl 1999 mit dem Ausbau der Verkehrsnetze (Neat, Bahn 2000 und Nationalstrassen) die Neubauaktivitäten in diesem Bereich um 6,3 Prozent gesteigert werden konnten, gingen die Ausgaben der öffentlichen Hand im Tiefbau um 20 Prozent zurück.
Im Wohnungsbau reduzierten sich 1999 die Investitionen um 5,3 Prozent. Im ersten Halbjahr 2000 hätte die Zahl der neuerstellten Wohnungen mit 1,1 Prozent nur mässig zugenommen, schreibt die KOF weiter. Die Zahl der Baubewilligungen für Neubauten und grössere Umbauten sei aber kräftig um 8,8 Prozent gestiegen.
Ein starkes Wachstum sei momentan im industriell-gewerblichen Bau zu beobachten, heisst es weiter. Die Investitionen seien um 8,5 Prozent gestiegen. Die Belebung in dieser Bausparte dürfte sich im laufenden Jahr jedoch nicht mehr fortsetzen.
Für die Jahre 2001 bis 2002 erwartet die KOF ein merklich abgeschwächtes Wachstum der Bauinvestitionen. Vor allem der öffentliche Tiefbau und der Wohnungsbau werde ein bedeutender Stabilisator für die Bauwirtschaft bleiben.
swissinfo und Agenturen
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