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Berlin/Bern: Noch keine Einigung über Fluglärm

Ein unidentifiziertes Flugzeug fliegt in der Dämmerung über den Flughafen Zürich-Kloten. Keystone

Die Verhandlungen zwischen Deutschland und der Schweiz über einen Staatsvertrag zum Flugverkehr über dem süddeutschen Raum gestalten sich weiter schwierig. Eine nächste Runde findet kommende Woche in Bern statt.

Auch in der zehnten Runde konnten am Mittwoch (18.07.) in Berlin nicht alle Punkte für eine neue Regelung des Flugverkehrs vom Flughafen Zürich-Kloten geklärt werden, wie die Verhandlungs-Leiter am Mittwochabend erklärten. Die Gespräche sollen nächste Woche in Bern fortgesetzt werden.

Man sei bemüht, die Gespräche bis Ende Monat abzuschliessen, damit der Staatsvertrag wie vorgesehen Ende August unterzeichnet werden könne, erklärte der Chef des Bundesamts für Zivilluftfahrt , André Auer, und der Verhandlungsleiter des deutschen Verkehrs-Ministeriums, Hans-Jürgen Froböse.

Auf gutem Wege

«Wir sind noch nicht fertig geworden. Das liegt an der Schwierigkeit der Materie», sagte Froböse. 11 von 17 oder 18 Artikeln seien einvernehmlich geregelt. Aber es gebe noch eine Reihe schwieriger Fragen zu klären.

Auch Auer sagte, für den sehr umfangreichen Vertrag werde Zeit gebraucht. «Wir sind aber auf gutem Wege». Froböse betonte, Deutschland wolle nicht, dass der Flughafen Zürich-Kloten stranguliert werde.

Neues Flugrouten-System

Eine Schwierigkeit bestehe darin, dass die Schweiz für die Zeit nach der Übergangsfrist ein praktisch neues Flugrouten-System konzipieren müsse. Es gehe darum, nach heutigem Stand über 50 000 Flugbewegungen völlig neu zu verteilen. Diese Zahl dürfte in den nächsten Jahren auf 100 000 wachsen.

Auer sagte, die Schweiz sei darauf vorbereitet, am 1. September die ersten Massnahmen umzusetzen. Das Nachtflugverbot werde eine Entlastung von etwa 11 000 Flugbewegungen im Jahr bringen.

Geklärt ist nach den Angaben, dass die Schweizer Skyguide weiter die Flugsicherung auch für den süddeutschen Raum übernimmt. Es sei effektiver, wenn dies ein Unternehmen mache.

Zwei Gemeinden ausgestiegen

Zwei der betroffenen deutschen Gemeinden waren am Dienstag aus den Verhandlungen ausgestiegen. Hohentengen und Klettgau sähen keinen Sinn in einer weiteren Teilnahme, hatten die Bürgermeister
erklärt. Begründet hatten dies damit, dass ihre Positionen vom deutschen Delegationsleiter nicht übernommen worden seien.

swissinfo und Agenturen

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