Bignasca muss Schulden zahlen
Lega-Nationalrat Giuliano Bignasca muss seine Schulden bei der Stadt Lugano bis 17. Juli zurückzahlen. Den erhaltenen Bauauftrag für die Universität der italienischen Schweiz (USI) darf er nicht mehr direkt zur Schuldentilgung einsetzen.
Die Trägerstiftung der Luganeser Fakultäten der USI bestätigte am Freitag abend den 1,3-Millionen-Franken-Auftrag an die Firma Bilsa SA der Gebrüder Bignasca.
Wie Stiftungsratspräsident Renzo Respini am Samstag (08.07.) auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda erklärte, sei diese Bestätigung nur erfolgt, weil die Stadt Lugano einen Abzahlungsplan annullierte, wonach 350’000 Franken aus dem Auftrag direkt zur Schuldentilgung abgeführt werden.
Respini sagte im weiteren, die Bilsa SA habe die beste Offerte zur Lieferung und Montage von Fenstern und Türen eingereicht. Wäre ein Teil des Auftrags direkt zur Schuldentilgung eingesetzt worden, sei nicht gewährleistet gewesen, dass die Bilsa ihre Arbeiter und Lieferanten bezahlen könne.
Der im März vereinbarte Abzahlungsplan zwischen Bignasca und der Stadt Lugano, in der er inzwischen selbst zum Stadtrat gewählt wurde, hatte hohe Wellen geschlagen. Die Gebrüder Bignasca stehen bei der Stadt wegen Steuerschulden und andere offener Rechnungen mit gut einer halben Million Franken in der Kreide.
Bei der Sitzung des Stiftungsrats erklärte Stadtpräsident Giorgio Giudici, Bignasca müsse seine Schulden bis 17. Juli zurückzahlen. Dessen Bruder Attilio Bignasca meinte auf Anfrage, es handle sich nicht um einen absolut gesetzten Termin, sondern um eine Selbstverpflichtung.
swissinfo und Agenturen
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