Brabeck droht mit Wegzug aus der Schweiz
Nestlé-Verwaltungsrats-Präsident Peter Brabeck droht mit einem Wegzug des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns, sollten in der Schweiz staatlich festgelegte Lohnobergrenzen eingeführt werden.
Führte die Schweiz staatlich festgelegte Lohnobergrenzen ein, «dann müssen wir uns ganz klar die Frage stellen, ob die Schweiz noch weiterhin der richtige Standort ist für uns», sagte Brabeck in einem Interview mit der Zeitung Sonntag. Die Schweiz müsse aufpassen, dass sie ihren Standortvorteil nicht verscherze, meinte der Österreicher Chef des Nahrungsmittel-Multis.
«Die Rechtssicherheit, die wie ein Granitblock war, ist aufgeweicht worden.» In letzter Zeit habe es Druck von aussen, aber auch populistischen Druck von innen auf die Schweiz gegeben. «Da hat man gesehen, dass Regierung und Parlament relativ schnell bereit waren, bisheriges Recht zu ändern.»
Die Schweizer Politik habe zu wenig vorausschauend gehandelt, kritisierte Brabeck weiter. «Dass die Schweiz hinsichtlich des Finanzplatzes unter Druck kommen würde, war absehbar. Die Zeichen standen an der Wand. Hätte man rechtzeitig reagiert, wäre es nicht so weit gekommen.»
swissinfo.ch und Agenturen
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