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Canyoning-Firma verzichtet auf Frühwarnsystem

Der Canyoning-Anbieter Alpin Raft verzichtet auf ein elektronisches Frühwarnsystem für das Canyoning im Saxetbach. Das System sei zu teuer und zu kompliziert in der Handhabung.

Alpin Raft Geschäftsführer Heinz Loosli betätigte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda einen entsprechenden Bericht der «Berner Zeitung» vom Mittwoch (09.08.).

Das Frühwarnsystem wurde von der mittlerweile konkursiten Canyoning-Anbieter Adventure World nach dem Unglück vom Saxetbach bei der Zürcher Firma Meteodat GmbH in Auftrag gegebenen. Damit hätten heftige Gewitter und starke Niederschläge zwei Stunden im voraus erkannt werden können, meinte Meteodat-Geschäftsleiter Mario Rohrer.

Die Canyoning-Guides wären via Pager über die Resultate der in der Schlucht installierten Messstation und der Radarüberwachung informiert worden und hätten die Canyoningtouren abbrechen oder absagen können.

Allein die Installation des Systems im Saxetbach wäre Alpin Raft auf 60’000 Franken zu stehen gekommen, wie Loosli sagte. «Konsequenterweise müssten wir aber alle fünf Schluchten, in denen wir Canyoning anbieten, mit dem System ausrüsten». Ein Aufwand, der in keinem Verhältnis zu einem möglichen Nutzen stehe.

Das System könne wegen der Störanfälligkeit und der schwierigen Handhabung dazu verführen, sich «in trügerischer Sicherheit zu wiegen», sagte Loosli. Die Tendenz, die Natur elektronsich überwachen zu wollen, führe in die falsche Richtung. Alpin Raft wolle das Geld lieber wie bisher für die seriöse Ausbildung der Guides aufwenden und sage bei zweifelhaftem Wetter «lieber eine Tour zuviel ab».

swissinfo und Agenturen

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