Clariant verzeichnet markante Umsatzsteigerung
Der Chemiekonzern Clariant hat im ersten Halbjahr 2000 den Umsatz um 17 Prozent gesteigert. Die Zunahme ist sowohl auf die Übernahme der britischen BTP wie auf den Aufschwung in wichtigen Märkten zurückzuführen.
Der Umsatz erreichte im ersten Semester 5,295 Mrd. Franken, , wie das Unternehmen am Donnerstag (20.07.) in Muttenz (BL) mitteilte. In lokalen Währungen betrug die Umsatzzunahme noch 11 Prozent. Ohne den Akquisitionseffekt des britischen Feinchemikalienunternehmens BTP hätte der Umsatzzuwachs noch 9 Prozent (Lokalwährungen: 4 Prozent) betragen.
Auch das operative Ergebnis der Divisionen dürfte im ersten Halbjahr 2000 deutlich über dem Vorjahresergebnis liegen, schreibt Clariant. Die Resultate werden Ende August bekanntgegeben. Für den Umsatz des Gesamtjahres geht Clariant von einer «anhaltend stabilen» Entwicklung aus.
Die grösste Division Textil-, Leder- und Papierchemikalien legte um 15 (lokal: 8) Prozent zu. Die Division profitierte nicht zuletzt von einer Erholung des Geschäfts in den USA und starken Umsätzen in Südamerika. Auch in der Division Pigmente & Additive ( 16/ 9 Prozent) setzte sich der positive Trend in den Märkten fort.
Die Division Masterbatches ( 14/ 9 Prozent) konnte von dem Trend nach farbigen Gebrauchsgegenständen im Haushalt, Büro und Elektronik profitieren. Nur schwach entwickelte sich die Divison Funktionschemikalien ( 4/0 Prozent), bei der das Portfolio bei den Waschmittelrohstoffen bereinigt wurde.
Mehr Flachbildschirme
Am stärksten fiel die Übernahme der BTP für die Division Life Science & Elektronikchemikalien ins Gewicht, die dadurch 44 (37) Prozent zulegen konnte. Allerdings habe sich auch das Geschäft mit Elektronikmaterialien für die Halbleiterindustrie und Flachbildschirme stark verbessert.
Die Division Celluloseether & Polymerisate ( 20/ 18 Prozent) konnte von einem vorteilhaften Umfeld profitieren. Sie verzeichnete nicht nur hohe Volumen sondern wegen gestiegener Rohstoffkosten auch Preiserhöhungen.
swissinfo und Agenturen
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