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E-Mail-Adressen samt Passwörter geknackt

Hacker haben Passwörter von Tausenden von SwissOnline-Kunden geknackt. Keystone

Hacker haben den E-Mail-Server des Schweizer Internet-Anbieters SwissOnline geknackt. Es ist ihnen gelungen, 250'000 E-Mail-Adressen und die dazu gehörenden Passwörter herunterzuladen. Das Leck ist laut SwissOnline unterdessen behoben.

SwissOnline-Sprecherin Theresia Büsser bestätigte eine entsprechende Meldung der «SonntagsZeitung», der eine CD-ROM mit 185’000 E-Mail-Konten von SwissOnline-Kunden zugespielt worden war. SwissOnline wurde am Samstag (22.07) darüber informiert. Man habe umgehend Massnahmen eingeleitet.


Es sei gelungen, das Leck noch am späten Samstagabend zu schliessen. «Wir waren sehr betroffen, das so etwas passieren konnte», sagte Büsser. Um weitere Probleme auszuschliessen, werde das gesamte System zusätzlich überprüft.

Passwort ändern

Es sei noch unklar, ob durch den Hackerangriff Schaden entstanden sei. Den SwissOnline-Kunden sei empfohlen worden, ihr Passwort zu ändern. Diese Empfehlung gelte weiter, so Büsser. Man werde am Montag die Kunden weiter informieren. SwissOnline entschuldige sich «in aller Form» bei ihren 160’000 Kunden.

Laut der «SonntagsZeitung» sind von dem Datenloch auch viele Prominente betroffen, darunter GC-Stürmer Stéphane Chapuisat oder Ski-Olympiasieger Bernhard Russi. Offen lagen aber auch E-Mail-Adressen von Institutionen und Behörden. Die Zeitung nennt die Botschaften Frankreichs, Monacos und Israels, die Grossbank UBS sowie den Verband Schweizerischer Polizeibeamter als Beispiele.

Profis am Werk

Über den SwissOnline-Server hätten «beliebig viele Mails gelesen, gelöscht, kopiert oder umgeleitet» werden können, schreibt die Zeitung. Dem widersprach SwissOnline-Sprecherin Büsser. Die Hacker seien sehr professionell vorgegangen, sie hätten auch keine Spuren hinterlassen. Ein gewöhnlicher Nutzer «hätte das nicht machen können.»

Laut der Zeitung habe das Leck über Monate bestanden. Den genauen Zeitraum wisse man nicht, sagte Büsser dazu. Der Vorfall werde genau analysiert. «Es wäre für uns spannend, mit diesem Hacker zusammenzuarbeiten.»

swissinfo und Agenturen

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