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EBK sorgt sich um BZ Bank

Die Bankenkommission sorgt sich um die Entwicklung an den Börsen - und verfolgt die Entwicklung der BZ Bank von Ebner genaustens. Keystone

Die Eidgenössische Bankenkommission (EBK) verfolgt die turbulente Lage an den Börsen aufmerksam. Mit Argusaugen wird die BZ Bank von Martin Ebner beobachtet.

Die Bankenkomission verlangt von der auf das Wertschriftengeschäft spezialisierten Tochter der BZ Gruppe täglich Auskunft über deren aktuelle finanzielle Situation. Anlass für diese Massnahme sei die turbulente Börsensituation, sagte EBK-Vizedirektor Kurt Bucher zu einem Bericht der «Financial Times» vom Dienstag.

Keine Details

Ebner zeige sich sehr kooperativ. Seit wann die Aufsichtsbehörde die täglichen Informationen einfordert und wie die Lage ist, wollte Bucher nicht kommentieren. Er betonte aber, die BZ Bank erfülle weiter die gesetzlichen Kapitalerfordernisse ohne Vorbehalte.

Über die BZ Gruppe selbst sammle die EBK auch Informationen, aber nur so weit sie für die Beurteilung der Situation der BZ Bank notwendig seien. Gemäss Medienberichten soll Ebner Schulden in Milliardenhöhe haben.

«Visionen» nach Zürich holen

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) will die Sitze der vier von Ebner übernommenen Gesellschaften aus den Kantonen Schwyz und Glarus nach Zürich verlegen. Es sei undenkbar, dass der Sitz der «Visionen» in Schwyz und Glarus bleibe, während sie von Zürich aus geführt werde, bestätigte ZKB-Sprecher Urs Ackermann eine Meldung der Neuen Zürcher Zeitung vom Dienstag.

Steuern seien dort zu bezahlen, wo gearbeitet werde. Die Zürcher Staatsbank dürfe sich «nicht unter die Steuerflüchtlinge einreihen», sagte Ackermann.

ABB und Bâloise: Atempause

An der Börse erholten sich am Dienstag in einem sehr freundlichen Umfeld auch jene Unternehmen, an denen Ebners BZ Holding direkt beteiligt ist. ABB, die am Vortag aus Angst vor Verkäufen Ebners zwischenzeitlich auf einen neuen Tiefstand gesunken waren, schlossen um fast 10% höher auf gegen 7 Franken. Vorübergehend hatten ABB sogar über 12% zugelegt.

Bâloise gewannen satte 11,7%, Credit Suisse Group 6,8%, und damit ebenfalls mehr als der Gesamtmarkt SMI, der 5,7% auf 5127 Zähler zulegte. Lonza (+3%) und Hero (+0,8%) lagen ebenfalls im Plus, Rieter verbuchten dagegen einen weiteren Abschlag von 1%.

Erholen konnten sich auch die Kurse der vier Beteiligungsgesellschaften, die Ebner vergangene Woche überraschend an die Zürcher Kantonalbank (ZKB) verkauft hatte. Stillhalter Vision drehten am Nachmittag ins Plus und gingen 4,1% fester aus dem Handel, Pharma Vision gewannen 5,1% und BK Vision gar 10,2%. Spezialitäten Vision notierten dagegen unverändert.

swissinfo und Agenturen

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