Ein Viertel aller Autofahrer ohne Gurt
Weil sie nicht angegurtet sind, sterben in der Schweiz jedes Jahr 60 Menschen. Trotzdem fahren ein Viertel aller Autofahrenden ohne Gurt, zwei Drittel der Mitfahrenden ebenfalls.
Ein Viertel der Autofahrenden in der Schweiz fährt ohne Gurten, drei Viertel der Mitfahrenden ebenfalls. Daran sterben jährlich 60 Personen. Dies hat dieerrechnet.
Zwanzig Jahre nach der Einführung des Gurten-Obligatoriums auf den Vordersitzen gurten sich gemäss der veröfentlichten Zählung der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu) lediglich 78% der Autolenker an. Das ist nur 1% mehr als im Vorjahr. Vor zehn Jahren lag die Tragquote bei 67%.
Die Beratungsstelle geht davon aus, dass jedes Jahr 60 Menschenleben gerettet werden könnten, wenn die Tragquote 95% betragen würde.
Unbekanntes Obligatorium
Auf den Rücksitzen gurten sich nur 32% der Mitfahrenden an. Dieser Wert hat sich seit Einführung der Tragpflicht (1994) auf den Rücksitzen kaum verändert. Und noch immer wissen 10% der Automobilisten nicht, dass es dieses Obligatorium auf den Rücksitzen überhaupt gibt.
Anders je nach Strasse…
Die Autolenker halten sich je nach Strassentyp unterschiedlich an die Tragpflicht: Am häufigsten benutzen Automobilisten den Gurt auf der Autobahn (90%), ausserorts sind es 76%, der niedrigste Wert (66%) ergibt sich für Strassen innerorts.
… und Region
Auf Autobahnen gurten sich 91% der Deutschschweizer an, in der Westschweiz 87%, im Tessin 78%. Ausserorts sind es 83% der Deutschschweizer, 67%der Romands und lediglich 47% der Tessiner.
Innerorts schliesslich sind in der Deutschschweiz 72%, in der Romandie 52% und im Tessin gerade mal 40% der Lenker angegurtet.
swissinfo und Agenturen
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