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Fünfmal um die Erde in einem Tag

Je besser das Angebot, desto mehr Passagiere benutzen Bus und Bahn. Keystone

Bus und Bahn zusammen haben im letzten Jahr rund 500 Millionen Reisende transportiert. Den Löwenanteil verbuchten dabei einmal mehr die SBB auf den Top-Strecken zwischen Zürich, Basel, Bern und Genf.

Die am stärksten frequentierte SBB-Linie der Bahn 2000 war letztes Jahr diejenige zwischen Zürich und Winterthur. Auf Platz zwei folgte Basel-Olten-Zürich. Die Strecke Genf-Lausanne belegte Rang drei. Auf den nächsten Rängen stehen Basel-Olten, Bern-Olten und Basel-Zürich.

Zürich-Uster ist die bestfrequentierte S-Bahnlinie der SBB und belegt den siebten Gesamtrang. Ausserhalb des SBB-Netzes ist Bern-Solothurn eine der am stärksten benutzten Linien. Gemäss Bundesamt für Statistik reisten 1997 18 Millionen Personen mit den Zügen des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS).

Demnach bewegte die BLS Lötschbergbahn zwischen Bern und Thun 8,4 Millionen Passagiere, zwischen Bern und Neuenburg 4,2 Millionen und zwischen Bern, dem Gürbetal und Schwarzenburg weitere 4,8 Millionen. Nach eigenen Angaben transportierte die BLS im letzten Jahr 20,3 Millionen Personen.

Auf dem Netz der Räthischen Bahn (RhB) liessen sich rund 8 Millionen Reisende transportieren. Noch sieben weitere Regionalbahnen in der Deutschschweiz können mit über 4 Millionen transportierten Reisdenden aufwarten.

Besseres Angebot erhöht Nachfrage

Die am meisten frequentierten Linien sind jene – wen wundert`s?-, die gleichzeitig die Pendlerströme sowie den Ferienreiseverkehr bewältigen müssen. Die SBB versuchen dort dem Ansturm mit der Länge der Züge sowie einem dichteren Fahrplan Paroli zu bieten. Allerdings bewirkt ein erhöhtes Angebot oft eine weitere Zunahme der Passagierzahlen, wie SBB-Sprecher Jean-Louis Scherz erklärt.

Dies habe man etwa bei der Einführung des Halbstundentakts zwischen Bern und Zürich festgestellt. Auf die Verbesserung des Rollmaterials sowie die Einrichtung möglichst direkter Verbindungen folge ebenfalls ein höherer Publikumsaufmarsch, ergänzt Scherz.

Eine genauere Analyse der Passagierzahlen vorzunehmen, ist schwierig. Eine Zahl etwa für die Linie Genf-Lausanne steht nicht ausschliesslich für alle Reisenden zwischen den beiden Städten, sondern umfasst auch jene, die beispielsweise in Nyon aussteigen.

Durchschnittlich verkehrten auf dem SBB-Netz täglich 122 Züge pro Linie, die im Verlauf des Jahres wiederum über 280 Millionen Passagiere beförderten. 120 Millionen Fahrgäste benutzten die übrigen Bahngesellschaften, während 93 Millionen mit den Postautobussen unterwegs waren.

Mit dem «Poschi» ans Ende der Welt

Die Post verfügt aber über keine detaillierten Statistiken für ihre 716 Linien auf 8500 Kilometern mit 9200 bedienten Haltestellen. Die 1879 Postautos bieten insgesamt über 72 600Plätze und umrundeten mit ihrer zurückgelegten Distanz täglich fünfmal die Erde, wie Post-Sprecher Hubert Staffelbach sagt.

Die Postautos sind mit unterschiedlichsten Fahrzeugen im ganzen Land präsent und fahren manchmal mit vielleicht einem einzigen Passagier gar bis ans Ende der Welt. Etwa nach Juf GR, mit 2126 Metern über Meer die höchste Gemeinde, die von den Postautos angefahren wird.

Im aargauischen Baden hingegen herrscht für die Postautos die höchste Betriebsamkeit. Im Gegensatz zu den grossen Agglomerationen verfügt Baden über kein eigenes S-Bahn-Netz. Daher ist es die Post, die hier mit dem dichtesten Busfahrplan die öffentlichen Verkehrsbedürfnisse befriedigt.

swissinfo und Agenturen

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