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Gewinn-Einbruch bei Swatch

Keine guten Nachrichten von Swatch-Chef Nicolas Hayek zum ersten Halbjahr 2001. swissinfo.ch

Der grösste Uhrenkonzern der Welt, die Bieler Swatch Group, hat im ersten Halbjahr 2001 trotz leicht gestiegenen Verkäufen einen deutlichen Gewinn-Rückgang hinnehmen müssen. Die Börse reagierte mit markantem Kursverlust.

Der Konzerngewinn lag mit 231 Mio. Franken um 23% unter dem Vorjahreswert, wie der Uhrenkonzern am Montag (20.08.) mitteilte. Begründet wurde dies mit einem ausserordentlichen Ertrag aus einer Wandelanleihe von 44 Mio. Franken, der im Vorjahr angefallen war. Wird dieser Sonder-Ertrag ausgeklammert, beträgt die Gewinn-Einbusse noch 10%.

Der Umsatz stieg um 2,3% auf eine neue Rekordhöhe von 2,022 Mrd. Franken. Der Absatz von Uhren, Uhrwerken und Schrittschalt-Motoren stieg um 9% auf 55,5 Mio. Stück. Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 1,6% auf 315 Mio. Franken.

Kapazitätsengpässe verhinderten Auslieferungen

Im ersten Halbjahr hatte Swatch mit Kapazitätsproblemen zu kämpfen. Die bestellten Mengen an neuen Modellen der Omega-, Tissot-, Swatch-, Blancpain- und Rado-Uhren hätten deswegen nicht komplett ausgeliefert werden können. Dies soll in den kommenden Monaten behoben werden. Im ersten Halbjahr 2001 sank der Uhrenumsatz um 0,6% auf 1,428 Mrd. Franken.

Fürs zweite Halbjahr wird eine stärkere Entwicklung erwartet, obwohl sich weder Währungs-Entwicklung noch Konsumenten-Stimmung vorhersagen liessen. Impulse verspricht sich Swatch unter anderem vom Ausbau der Läden, in denen ausschliesslich Uhren einer Marke verkauft werden.

Ihre Prognose für das Umsatzwachstum hat die Swatch Group von ursprünglich 10 bis 12% auf nunmehr 5 bis 8% je nach Verlauf des Weihnachtsgeschäftes nach unten revidiert. Das Konzernergebnis des ganzen Jahres werde dagegen von den Entwicklungen an den Finanzmärkten abhängen.

Aktien schwächer

Die Börse reagierte enttäuscht auf den Gewinnausweis, der am unteren Ende der Erwartungen der Finanzanalysten lag. Der Swatch-Kurs fiel gegenüber vergangenem Freitagabend zeitweise um gut zehn Prozent auf 131,25 Franken. Gegen 16 Uhr lag der Tagesverlust der Inhaberaktie mit 131,5 Franken bei 9,9%. Die Namenaktie notierte mit 28 Fr. 8% unter dem Schlusskurs des Vortages.

swissinfo und Agenturen

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