Happyend in den Adtranz-Werken Oerlikon und Pratteln
Kein Stellenabbau für 700 Mitarbeitende der Adtranz-Werke in Zürich-Oerlikon und Pratteln. Der Bahntechnikkonzern verzichtet nach der Unterzeichnung der Vereinbarung mit der Investment-Gesellschaft "Business Creation" auf einen Stellenabbau.
Wieviele der Angestellten bei RailTech, der Nachfolgefirma der von der Schliessung betroffenen Werke, arbeiten werden, hängt noch vom derzeit durch die SBB ausgeschriebenen Auftrag über die vierte Serie des IC2000-Wagenkastens ab, wie Adtranz an einer Medienkonferenz am Freitag (15.09.) ausführte.
Es würden aber alle von der Schliessung betroffenen Mitarbeiter neue Perspektiven inner- wie ausserhalb der Bahntechnik eröffnet werden: Adtranz Schweiz setze Kündigungen bis zum Abschluss der definitiven Kauf- und Übernahmeverträge mit «Business Creation» aus.
Rettung aus Holland
Hinter RailTech steht mit einer 80-Prozent-«Business Creation». Sie übernimmt die durch die Restrukturierung frei werdenden Ressourcen von Adtranz und sichert als Investor die Aufnahme der operativen Tätigkeiten von RailTech. «Business Creation» erhielt und schuf seit 1982 weltweit etwa 38’000 Arbeitsplätze.
Die zum DaimlerChrysler-Konzern gehörende Adtranz hatte im November 1999 die Schliessung ihrer beiden Werke in der Schweiz und den damit verbundenen Arbeitsplatzverlust für 700 Mitarbeitende angekündigt und damit eine heftige Protestwelle bei Behörden und Arbeitnehmern ausgelöst.
Am 10. Mai 2000 ging die RailTech AG aus einem Start-Team hervor, das sich seit dem Schliessungsentscheid für die Rettung der Arbeitsplätze eingesetzt hatte.
Der Verband Schweizerischer Angestelltenvereine der Maschinen- und Elektroindustrie (VSAM) hat die Lösung bei ADtranz Schweiz als positiv gewürdigt.
Für die Gewerkschaft SMUV ist mit der Rettung der ADtranz-Arbeitsplätze in der Schweiz ein wichtiger Schritt gemacht worden. Das Resultat sei nicht zuletzt dank dem massiven Widerstand der Belegschaft und der Gewerkschaften auf die
ADtranz-Restrukturierungspläne erreicht worden.
swissinfo und Agenturen
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