Humanitäre Hilfe soll effizienter werden
Vertreter aus 52 Ländern haben in der Westschweizer Stadt Freiburg über eine bessere Koordination der humanitären Soforthilfe in Europa diskutiert. Der Schweizer Aussenminister Joseph Deiss plädierte für die Fortsetzung des eingeleiteten Prozesses.
Zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der einzelnen Staaten habe im Bezug auf die zu klärenden Fragen «ein hoher Konsens geherrscht», sagte Sergio Vieira de Mello, der Vize-Sekretär des UNO-Büros zur Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA), welches das Freiburger Treffen organisierte.
Nun müsse der in Freiburg eingeleitete Prozess fortgeführt werden, sagte de Mello weiter. An die Hand nehmen soll dies eine Expertengruppe.
Finanzielle Unterstützung durch die Schweiz
Für eine Fortführung des Prozesses durch die OCHA sprachen sich am Freitag (16.06.)zum Abschluss des Treffens in Freiburg auch Aussenminister Joseph Deiss sowie Walter Fust, Chef der schweizerischen Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), aus.
Für die Arbeit der Expertengruppe kündigte Deiss finanzielle Unterstützung der Schweiz an. Die OCHA erhält jährlich rund 4 Mio. Franken aus der Bundeskasse; für das laufende Jahr sind 3,82 Mio. Franken budgetiert.
Das Freiburger Forum thematisierte während zweier Tage Doppelspurigkeiten in der humänitären Hilfe bei Natur- und Umweltkatastrophen. Die OCHA befürchtet eine Verschlechterung der Hilfe und den sinnlosen Tod Menschen, wenn nicht nach neuen Lösungen gesucht wird.
Künftig auch in anderen Weltregionen
Neben den Ministern diskutierten in Freiburg auch Vertreter von 25 internationalen Organisationen mit. In Zukunft sollen laut OCHA in den anderen Weltregionen ähnliche Konferenzen stattfinden. Eine letzte Woche in Addis Abeba anberaumte Konferenz war wegen der politischen Situation in Äthiopien abgesagt worden.
swissinfo und Agenturen
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