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Internet- Marktplatz für Bauwirtschaft in Vorbereitung

In der Schweizer Bauwirtschaft soll ein virtueller Marktplatz für mehr Transparenz sorgen. Zu diesem Zweck gründen zwei ETH-Bauingenieure zusammen mit den Branchenführern Zschokke und Batigroup sowie weiteren Firmen die Internet-Plattform OLMeRO.

Die OLMeRO mit Sitz in Dietlikon, die im Frühherbst 2000 starten will, sei zu Beginn mit einem Aktienkapital von 105’000 Fr. ausgestatt, sagte Oliver Behnen vom Gründerteam am Freitag (21.07.) auf Anfrage. Das Kapital solle rasch auf Millionenhöhe gebracht werden.

Genügend Mittel

Damit seien genügend Mittel vorhanden, um die im ersten Jahr nötigen Investitionen zu tätigen. Mit 70 Prozent wird die Aktienmehrheit in den Händen der ETH-Bauingenieure Oliver Behen, Markus Schulte und der deutschen Comart liegen.

Die restlichen 30 Prozent an der OLMeRO werden von Zschokke, Batigroup, der HRS Hauser Rutishauser Suter und der Nüssli Special Events gehalten. Die Plattform stehe weiteren Unternehmen aus diversen Branchen für eine Teilnahme offen, so Behnen weiter.

Um die Unabhängigkeit zu wahren, werden die Branchenpartner nur Minderheitsbeteiligungen halten. Die Teilnahme der Branchenführer sei jedoch wichtig, um der Plattform genügend Volumen zu sichern, sagte der Mitgründer. Das sei entscheidend für den Erfolg.

Marktplatz für Baubranche

Die OLMeRO will Anbieter und Nachfrager von Bauleistungen auf dem Internet zusammenführen. In der Startphase stehen die effiziente Abwicklung von Ausschreibungen sowie der Handel mit Baumaterial und Bauinventar im Vordergrund.

Später soll die Plattform um weitere Angebote aus der Bau- und Immobilienbranche erweitert werden. Weitere potentielle Nutzer wären Architektur- und Planungsbüros, Bauherren, Lieferanten sowie generell Unternehmen aller Art.

Börsengang geplant

Der Businessplan sehe einen Börsengang der OLMeRO an den Swiss New Market in zwei bis drei Jahren vor, so Behnen. Ähnliche Plattformen in den USA und Deutschland hätten gezeigt, dass solche virtuellen Märktplätze mit Erfolg betrieben werden könnten.

In der Schweiz ist der Markt für Bauleistungen stark fragmentiert. Selbst die Branchenführer Zschokke und Batigroup halten zusammen nur rund 5 Prozent am Gesamtmarkt, der ein Volumen von rund 40 Mrd. Franken aufweist.

swissinfo und Agenturen

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