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Keine Rettungsaktion für Ebner

ZKB-Chef Hans Vögeli (links): Übernahme war rein strategisch. Rechts Hermann Weigold, Präsident des Bankrats. Keystone Archive

Die Übernahme der Visionen von Martin Ebner war laut dem Chef der Zürcher Kantonalbank keine Rettungsaktion. Derweil sollen acht Banken Ebners Kreditrückzahlungsfrist gestreckt haben.

«Es handelt sich bei der Übernahme der Beteiligungsgesellschaften der BZ nicht um eine Rettungsaktion für Martin Ebner», sagte der Vorsitzende der Generaldirektion, Hans Vögeli, in verschiedenen Zeitungsinterviews.

Ob es Ebner schlecht gehe und in welchem Ausmass, könne und müsse er nicht beurteilen. Wenn die Transaktion nicht in die Strategie der Zürcher Kantonalbank ZKB gepasst hätte, wäre sie nicht durchgeführt worden, sagte er auf die Frage, ob der Kauf nicht zur Deckung von eigenen Krediten an Ebner erfolgt sei.

Die Übernahme mache für die ZKB strategisch Sinn, sie sei die konsequente Weiterführung der Strategie im Anlagegeschäft. Die Frage, ob bei der Kreditabsicherung noch andere Banken involviert waren, wollte Vögeli nicht beantworten.

Kreditrückzahlung erstreckt

Das Wall Street Journal meldet derweil Anfang Woche, acht Banken hätten Ebner mit der Erstreckung der Rückzahlungsfrist um ein Jahr wieder etwas Atem verschafft. Gemäss einer nicht genannten Quelle soll die aufgeschobene Schuldsumme rund 3 Milliarden Franken betragen.

Unter dem Kreditkonsortium sollen sich auch die Credit Suisse Group, die Westdeutsche Landesbank, HSBC Holdings PLC, Raiffeisen Zentralbank (Österreich), Landesbank von Baden-Würtemberg und die Zürcher Kantonalbank selbst sowie zwei Schweizer Regionalbanken befinden.

Milliarden-Schulden

Die Sonntagspresse hatte übereinstimmend von Schulden in Milliardenhöhe berichtet, die Ebner bei mehreren Gläubigerbanken haben soll.

Berichte, wonach ein Bankenkonsortium, bestehend unter anderem aus den Kantonalbanken aus Zürich, dem Waadtland und Schwyz, der Credit Suisse und verschiedenen deutschen Banken, Ebner einen Notkredit über drei Milliarden Franken sprachen, blieben unbestätigt.

Visionen weiter streuen

Zum weiteren Vorgehen führte Vögeli aus, die ZKB werde die Visionen breiter streuen, um die Klumpenrisiken innerhalb der Beteiligungsgesellschaften zu reduzieren. Weiter prüfe die Bank das Gebührenmodell in den Visionen, da die derzeitige Lösung nicht dem Stil der ZKB entspreche.

Industrielle Führungsverantwortung will die ZKB nicht wahrnehmen. Mit einer allfälligen Unterstellung der Visionen unter das Anlagefondsgeschäft – eine Forderung der SP – hat Vögeli keine Mühe. «Das schafft bessere Kontrolle und Transparenz», sagte er.

swissinfo und Agenturen

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