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Millionen für Opfer der Attentate in den USA

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Wie viele internationale Unternehmen haben auch Schweizer Firmen Geld für die Hinterbliebenen der Opfer der Terrorattacken in New York und Washington gespendet. Die Engagements gehen in die Millionen.

Die Terror-Anschläge vom 11. September in New York und Washington haben weltweit Entsetzen und Solidarität ausgelöst. Nicht nur Einzelpersonen wollten irgendwie helfen angesichts der Bilder von Zerstörung und Tod, auch Unternehmen suchten nach Unterstützungs-Möglichkeiten.

In der welschen Zeitung «Le Temps» vom Mittwoch sind einige der grossen Unternehmens-Spenden aufgelistet. Neben beispielsweise Exxon Mobil, Coca-Cola, DaimlerChrysler und der Citigroup Inc. sind auch verschiedene Schweizer Grossfirmen beteiligt: So die UBS mit 5 Mio. Dollar, Novartis mit 3 Mio. Dollar, Credit Suisse und Swiss Re mit je 2 Mio. Dollar und ABB mit 1 Mio. Dollar.

Weshalb dieses Engagement? – Bei Swiss Re, der als Rückversicherer von den Terroranschlägen massiv betroffen ist, wird die Frage nicht verstanden. «Viele haben gespendet», sagte der Mediensprecher Stefan Müller gegenüber swissinfo. «Selbstverständlich würde da Swiss Re nie im Abseits bleiben.»

Von selbstverständlicher Solidarität in den USA spricht auch Mark Hill, Medienverantwortlicher bei Novartis. Die Initiative sei direkt von der amerikanischen Filiale ausgegangen, berichtet er. «Jeder kannte irgend jemanden, der nicht mehr nach Hause gekommen ist.»

Eine Person, die bei der Grossbank UBS arbeitete, kam in New York ums Leben. Die UBS sei sehr betroffen gewesen, sagt Cédric Dietschy, Mediensprecher bei UBS.

Es sei bei der Hilfe klar nicht bloss um einen «Marketing-Gag» gegangen. Dazu gehe es um zu viel Geld, erklärt er. Zudem sei die Imagepflege nicht so zentral: «Die Banken haben ein schlechtes Image in der Schweiz, aber ein gutes in den USA.»

Auffällig ist: Der Nahrungsmittel-Konzern Nestlé fehlt auf der Spendenliste. Dennoch habe Nestlé «bedeutende» Unterstützung geleistet, heisst es beim Schweizer Hauptsitz. Der Betrag werde nicht genannt, da es um eine selbstverständliche Unterstützung gehe, die von der amerikanischen Filiale lanciert worden sei, erklärte der Konzernsprecher weiter.

Anders sieht es bei Novartis aus: Der Pharmakonzern hat in den USA zurzeit eine Image-Kampagne am Laufen – eine grosszügige Spende von 3 Mio. Dollar passt da sicher gut hinein. Doch Mark Hill von Novartis verweist darauf, dass das Spenden von Geld oder auch Medikamenten bei Novartis eine lange Tradition habe.

Hilfe auch bei den Hungerleidenden in Afghanistan?

So kann Hill es sich auch vorstellen, dass Novartis im kommenden Winter, so die UNO das wünscht, die humanitäre Hilfe in Afghanistan mit Medikamenten unterstützen könnte. Konkrete Pläne dazu gibt es aber noch nicht.

Eva Herrmann und Jean-Louis Thomas

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