Millionenverlust bei Helsana
Die Krankenkasse Helsana schreibt im Jahr 2001 erstmals in der Unternehmens-Geschichte rote Zahlen. Der Verlust beträgt 386 Mio. Franken.
Der anhaltende Kostenanstieg im Gesundheitswesen und die negative Entwicklung an den Kapitalmärkten haben das Ergebnis des grössten Krankenversicherers in der Schweiz gedrückt. Für das laufende Jahr seien wieder schwarze Zahlen zu erwarten, hiess es.
Bei den Prämien sieht die Krankenkasse keinen zusätzlichen Handlungsbedarf, da die Rückstellungen auch 2001 erhöht werden konnten. Diese betragen gemäss Mitteilung 1,689 Mrd. Franken.
Kosten senken
Helsana habe bereits im dritten Quartal 2001 Massnahmen zur Ergebnis-Verbesserung eingeleitet. Diese betreffen einerseits Einsparungen von Verwaltungs-Kosten, bei den Projekten und den Investitionen. Andererseits stünden Aktivitäten zur Reduktion der Leistungskosten im Vordergrund.
Helsana steigerte die Prämieneinnahmen im letzten Geschäftsjahr um 1,9 Prozent auf 3,595 Mrd. Franken. Die Zahl der Versicherten ging um 2,3 Prozent auf 1,436 Mrd. zurück.
Die von der Helsana ausbezahlten Versicherungs-Leistungen nahmen gemäss Mitteilung in der obligatorischen Krankenpflege-Versicherung um rund 1,5 Prozent stärker zu, als bei der Prämienfestsetzung im Sommer 2000 mit 4,4 Prozent angenommen worden war.
Sondereffekte
Zwei Drittel des Verlustes von 386 Mio. Franken seien auf Sondereffekte zurückzuführen, hiess es weiter. Beim nichtbetrieblichen Ergebnis resultierte gegenüber dem Budget ein Minus von 167 Mio. Franken.
Negativ auf das Ergebnis ausgewirkt habe sich auch der Abbau von Pendenzen. Die damit verbundene schnellere Auszahlung von Versicherungs-Leistungen an die Helsana-Versicherten habe sich mit 107 Mio. Franken niedergeschlagen.
swissinfo und Agenturen
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