Nestlé bleibt der grösste
Mit einem Umsatzsprung auf 84,7 Mrd. Franken baute der Nahrungsmittel-Konzern 2001 seine Führungsposition auf der Liste der Top-500 der "HandelsZeitung" sogar noch aus.
Alljährlich veröffentlicht die «HandelsZeitung» eine Zusammenstellung der grössten Schweizer Unternehmen. Die Veröffentlichung vom Dienstag zeigt: Es hat sich 2001 wenig verändert.
Der Rohstoffhandels-Konzern Glencore konnte seinen zweiten Platz trotz Verkaufsrückgang halten. Unverändert Nummer 3 der Schweizer Unternehmer ist der Gross- und Detailhandelsriese Metro. Unter den Top Ten ergab sich einzig mit Neuling Cargil International, der Swissair auf Rang 9 ablöste, eine Veränderung.
Spitze setzt sich ab
Nestlé belegt in der Rangliste der grössten Unternehmen gleich drei Mal den ersten Platz: Beim Umsatz, beim Betriebsgewinn und bei der Anzahl Beschäftigten.
Der Nahrungsmittel-Konzern distanziert mit 84,7 Mrd. Franken Umsatz den Zweitplatzierten Glencore (75,2 Milliarden) deutlich. Metro weist 74,7 Mrd. Franken aus.
Das Spitzentrio setzt sich damit weiter vom Rest der Rangliste ab: ABB folgt auf Rang 4 mit 40,1 Mrd. Franken.
Auf den folgenden Plätzen liegen Novartis International mit 32,0 Mrd. Franken Umsatz, Roche mit 29,2 Milliarden, Adecco mit 27,2 Milliarden, der Migros-Konzern mit 20,2 Milliarden, Cargill mit 14,6 Milliarden. und auf Platz zehn Swisscom mit 14,2 Mrd. Franken.
131 Umsatzmilliardäre
Letztes Jahr gab es schweizweit 125 Umsatzmilliardäre. Neu kamen EG Laufenburg, COS, Jelmoli, Wella-Beteiligungen, Rehau, Industrieholding Cham und Ruag dazu. Unter die Milliardengrenze zurückgefallen ist Feldschlösschen.
Insgesamt konnten 225 Firmen letztes Jahr ihren Umsatz steigern, während rund 100 Unternehmen weniger Umsatz erzielten.
Tiefere Erträge
Laut «HandelsZeitung» liegt das Geschäftsjahr 2001 ertragsmässig klar unter dem Vorjahr. Unter den 500 grössten Industrie-, Handels- und Dienstleistungsfirmen weisen 36 Gesellschaften einen Verlust aus – doppelt so viele als 2000. Die deutlichsten Minuszahlen mussten Centerpulse (ex Sulzer Medica), ABB, Ascom, Crossair und Kuoni hinnehmen.
Sieben Firmen gelang es, einen Ebit (Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern) von mehr als 1 Milliarde zu erarbeiten. Insgesamt konnten von den 200 Firmen, welche Angaben zum Ebit machten, deren 85 das Betriebsergebnis steigern, 95 mussten einen geringeren Ebit ausweisen.
Am meisten Jobs bei Nestlé
Der grösste Arbeitgeber ist Nestlé mit rund 230’000 Arbeitnehmenden. Auf Platz zwei folgt Metro mit rund 193 000 und der ABB Konzern mit 157’000 Angestellten. Von 490 Unternehmen bauten 2001 deren 198 die Belegschaft aus, während 97 Firmen Arbeitsplätze reduzierten.
Dominierende Branche ist die Maschinenindustrie mit 35 Firmen unter den Top-500, gefolgt von den Sparten Elektronik (26), Nahrungsmittel (25), Automobilhandel (22) und Energieversorgung (22). Mit Wachstumsraten zwischen 17 und 22 Prozent weisen die Branchen Energieversorgung, Medizinaltechnik und Gütertransport die höchste Dynamik aus.
swissinfo und Agenturen
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