«Newsweek» entschuldigt sich für geschmacklos platziertes UBS-Inserat
Das US- Wochenmagazin "Newsweek" hat sich für ein Inserat der Schweizer Bank UBS entschuldigt, das in seiner internationalen Mittwochsausgabe erschien. Das Inserat spielt - inmitten eines Dossiers über den Concorde-Absturz - auf "geglückte Starts" an.
Die Werbung für die Schweizer Grossbank zeigt ein Foto eines Ingenieurs, der die Räder eines Jumbo-Jets untersucht. Das Bild wird mit folgendem Text begleitet: «Auf die Details kommt es an. Streben Sie nach Höherem, aber vergessen Sie dabei nicht die kleinen Dinge.»
Geplatzte Reifen
Die Überschrift der Anzeige lautet: «Erfolg ist mehr als Start und Landung.» Beim Start der Concorde bei Paris am vergangenen Dienstag platzten ein oder zwei Reifen. Es wird vermutet, dass Teile der Reifen in die Treibstofftanks gerieten und damit den Brand an den linken Triebwerken auslösten. Beim Absturz kamen 113 Menschen ums Leben.
Der Präsident von «Newsweek International», Peter Luffman, räumte ein, dass das Magazin versucht habe, alle Werbungen für Fluglinien und Flughäfen nach dem Absturz der Concorde zu streichen. Die Banken seien dabei jedoch vergessen worden.
Entschuldigung von UBS
Auch die UBS entschuldigte sich für den Kummer, der das Inserat bei den Angehörigen der Opfer auslöste. Die Bank erklärte, sie habe nach dem Absturz der Concorde vergeblich versucht, den Druck des Inserats zu verhindern.
Das Inserat erschien in 45’000 Heften der britischen Ausgabe. In den 280’000 verkauften Nummern in den restlichen Ländern Europas figuriert das Foto in einem anderen Teils des Hefts, 20 Seiten nach dem Artikel über den Crash.
swissinfo und Agenturen
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