Nullwachstum für die Schweiz prognostiziert
Goldman Sachs hat die Wachstums-Prognose des Schweizer Brutto-Inlandprodukts (BIP) für das Jahr 2002 auf 0,0% von zuvor 1,2% gesenkt.
Wie die Investmentbank am Montag an einer Medienkonferenz mitteilte, ist die Schweizer Wirtschaft von den Ereignissen vom 11. September stärker betroffen als der Euro-Raum.
Grosser Exportanteil
In der Schweiz machten die von den Anschlägen belasteten Branchen wie Finanzen, Tourismus und Verkehr einen grossen Anteil am BIP aus. Zudem sei der Exportanteil sehr gross.
Weitere negative Faktoren seien die restriktiven monetären Bedingungen, die geringe Inflation und die kaum zu erwartenden Impulse durch die Fiskalpolitik.
Geringes Erholungs-Potential
Goldman Sachs beurteilt auch das mittelfristige Erholungs-Potenzial der Schweiz kleiner als bei den europäischen Nachbarn. Der mittelfristige BIP-Trend sei mit 1,5% tiefer als im Euro-Raum, wo Goldman Sachs ein Trendwachstum von 2,25% bis 3% prognostiziert.
Die Schweizer Inflation sieht Goldman Sachs im nächsten Jahr bei 0,5%. Die Arbeitslosenquote erwartet sie bis Ende 2002 bei 2,2%. Im Laufe der nächsten Quartale rechnet die Investmentbank mit einer Zinsreduktion der Schweizerischen Nationalbank bis auf 1,0%.
Das Zinsband für den Dreimonats-Libor liegt bei 1,75% bis 2,75%. Gegenwärtig bewegt sich der Libor am unteren Ende des Zielbandes.
swissinfo und Agenturen
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