Rekruten bauen Riesenmonolith
Fast 150 Personen - darunter viele Rekruten - sind zur Zeit mit dem Bau der Expo-Arteplage in Murten beschäftigt. 200 Meter vom Seeufer entfernt ragt der Monolith, ein riesiger Kubus des Architekten Jean Nouvel, schon 30 Zentimeter aus dem See.
Die laufenden Arbeiten betreffen vor allem die Fundamente der Bauten und die Böden der Ausstellungszonen. Viele Elemente wurden in auswärtigen Produktions-Stätten vorfabriziert und werden in Murten montiert. «Ab dem Monat August wird es sehr schnell gehen», sagt Arteplage-Bauchef Martin Gerber.
Am Seeufer des mittelalterlichen Städtchens geht es drunter und drüber. Etwa 100 Armeeangehörige im Wiederholungskurs helfen den rund 50 Arbeitern. Alle drei Wochen schickt das VBS eine neue WK-Truppe.
Tonnen Steine
Rund 20 Lastwagen transportieren Material, besonders Tonnen von Steinen, die es zur Errichtung des Steingartens in der «Pantschau», dem hafennahen Strand, braucht.
In kleinen Gruppen sind Angehörige der Zürcher Sapeur-Kompagnie I/6 daran, eine fast 35 Meter lange und neun Meter breite Anlegestelle zu installieren. Daran werden jene vier Boote anlegen, welche zum Monolithen fahren.
Geistige Nahrung
Die Soldaten bauen auch die kleinen Plattformen, welche die sieben Pavillons des «Engel»-Ausstellungsprojekts der Schweizer Kirchen tragen werden. Diese Promenade entlang dem See wird diverse Themen beleuchten, darunter das Gebet, das Teilen oder das Leben nach dem Tod.
Die Fundamente von zwei der drei geplanten Restaurants sind fast fertig. Das dritte, ganz nahe beim Hafen, wird als letztes gebaut, um nicht die sommerlichen Freizeitaktivitäten zu stören, wie Gerber erklärt.
Timing eingehalten
Der Bauchef ist froh festzustellen, dass das Timing für die aufwändigsten Arbeiten eingehalten wird. Es handelt sich um die «Werft», die «Heimatfabrik» und den Monolithen.
Für die Ausstellung «Werft» der Eidgenossenschaft sind die Arbeiten über das Fundament-Stadium hinaus gediehen. 80 Meter Geleise werden momentan verlegt. «Heimatfabrik», das Projekt von Espace Mittelland, erhält demnächst seine metallene Hüllenstruktur.
Anders als die anderen Orte der Expo.02 hat Murten keinen eigentlichen Ausstellungspark. Unter dem Thema «Moment und Ewigkeit» verteilen sich die Ausstellungen im Städtchen und in seiner Umgebung. Acht Ausstellungen gibt es auf der Arteplage.
swissinfo und Agenturen
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