Richemont plant vorläufig keine weiteren Akquisitionen
Die Compagnie Financière Richemont plant nach dem Kauf der "Les Manufactures Horlogères SA" (LMH) von Mannesmann vorläufig keine weiteren Akquisitionen. Dies gab Johann Rupert, der Chef des Tabak- und Luxusgüterkonzerns, bekannt.
Vor weiteren Akquisitionen müsse Richemont die Übernahme von LMH verdauen, sagte Rupert in einem Interview mit dem Wirtschafts- Nachrichtendienst AFX.
Trotz der Fokussierung auf die Luxusgüter wolle Richemont aber den 21-prozentigen Anteil an British American Tobacco nicht abstossen. Dieser generiere einen guten Cash Flow von über 200 Mio. Euro (310 Mio. Franken) pro Jahr für Richemont. Auch sonst seien keine Divestitionen geplant.
Zum LMH-Kauf räumte Rupert ein, dass die Transaktion mit 3,08 Mrd. Fr. «teuer» sei, fügte aber hinzu, der Preis sei im Hinblick auf erwartete Synergien vor allem bei der Distribution gerechtfertigt.
Er glaube auch nicht an eine «Gewinnverwässerung» von 10 Prozent bis 2001, wie von manchen Analysten prognostiziert, sagte Rupert weiter. Auch die Verschuldung von Richemont werde nicht steigen, da die Akquisition durch verschiedene Einkünfte finanziert werden könne.
swissinfo und Agenturen
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