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SAirGroup rechnet mit Konzerngewinn von 200 Mio. Franken

Die SAirGroup tritt den Spekulationen um Millionenverluste erstmals mit Zahlen entgegen. Laut Finanzchef Georges Schorderet rechnet der Konzern für das laufende Jahr mit einem ausgewiesenen Reingewinn von 200 Mio. Franken (Vorjahr 273 Mio. Fr.).

Unter den schwierigen Umständen sei dies ein erfreuliches Ergebnis, bestätigte die SAir-Pressestelle am Freitag (14.07.) entsprechende Aussagen Schorderets gegenüber der Wirtschaftszeitung «Cash». Vor allem das Nicht-Fluggeschäft laufe gut.

Perlen im Portefeuille

Das Flugergebnis werde voraussichtlich ausgeglichen abschliessen, erklärte Schorderet gegenüber «Cash». Zu den Verlusten einzelner Beteiligungen äusserte er sich nicht. Er verwies jedoch darauf, dass die SAirGroup nebst schwierigen Beteiligungen auch noch wertvolle Anlagen im Portefeuille habe.

Für mindestens zwei davon habe man schon im März 2000 den Verkauf beschlossen. So will die SAirGroup ihre Beteiligung von 4,6 Prozent an der ehemaligen US-Partnerin Delta Air Lines verkaufen. Das Paket wäre zum heutigen Aktienkurs ohne Zuschlag 520 Mio. Franken wert, deutlich mehr als in den SAir-Büchern veranschlagt.

SAir-Konzernchef Philippe Bruggisser bezifferte gegenüber der «Neuen Zürcher Zeitung» das gesamte Liquiditätspolster aus nicht betriebsnotwendigen Beteiligungen (darunter Equant, Galileo, Delta und Austrian Airlines) mit rund 800 Mio. Euro (1,24 Mrd. Franken).

Buchgewinn stopft Löcher

Mit dem erwarteten Buchgewinn will die SAir Group in der Erfolgsrechnung den Abschreibungsbedarf aus ihren anderen Beteiligungen zumindest teilweise auffangen. Viel Geld kosten namentlich die Beteiligungen in Deutschland und Frankreich.

Das Engagement (49,9 Prozent) beim deutschen Ferienflieger LTU wird die SAirGroup im laufenden Jahr nochmals 200 Mio. Franken kosten. Für die LTU sucht der Schweizer Flugkonzern einen Partner aus dem Tourismussektor. Verhandlungen werden unter anderem mit dem britischen Tourismuskonzern Airtours geführt.

Die Beteiligungen in Frankreich (AOM, Air Liberté, Air Littoral) haben die SAirGroup laut dem Westschweizer Magazin «Hebdo» in den letzten zwei Jahren 700 Mio. Franken gekostet. Laut Bruggisser dürfte die Durststrecke hier rund zwei Jahre dauern.

swissinfo und Agenturen

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