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Schweiz und Litauen verfolgen das gleiche Ziel

Auf dem Weg zur Vision Europa: der Schweizer Bundespräsident Moritz Leueberger (links) zu Besuch bei Litauens Präsident Valdar Adamkus. Keystone

Die Schweiz und Litauen begehen aussenpolitisch verschiedene Wege. Ihre Ziele seien jedoch identisch, betonten Bundespräsident Moritz Leuenberger und Litauens Präsident Valdar Adamkus am Freitag (20.07.) in Vilnius.

Beim Besuch des Schweizer Bundespräsidenten in Litauen wurden Gemeinsamkeiten zwischen der Schweiz und Litauen hervorgehoben. Obwohl es kaum Gemeinsamkeiten gibt.

Litauen strebt den Beitritt zur EU und zur NATO an. Davon kann in der Schweiz nicht einmal die Rede sein.

Trotz der unterschiedlichen Schritte auf dem Weg in die internationalen Organisationen sei die Vision einer europäischen Entwicklung jedoch die gleiche, sagte Litauens Präsident Adamkus.

Diese Visionen nannte der Schweizer Bundespräsident Leuenberger Sicherheit und Stabilität sowie den Erhalt der Umwelt für die zukünftige Generation auf dem ganzen Kontinent. Umweltschutz sei auch ein Anliegen des Schweizer Volkes.

Gefährliches Ignalina

So befürchten laut Leuenberger – der auch Umwelt- und Energieminister der Schweiz ist – die Gegner der Strommarkt-Liberalisierung den Import von schmutzigem Strom – beispielsweise aus dem litauischen Kernkraftwerk Ignalina. Das Werk ist vom gleichen Typ wie der Unglücksreaktor von Tschernobyl und liefert 73% des Stroms für Litauen.

Die Schweiz steuerte für einen internationalen Fonds für die Stillegung von Ignalina drei Mio. Franken bei. Ein Teil des Kernkraftwerks soll nach neuestem Stand dank skandinavischer Technik beibehalten werden, wie Leuenberger ergänzte.

Adamkus hofft nun, dass die bilateralen Beziehungen zwischen der Schweiz und Litauen noch vertieft werden können. Die Eröffnung des Schweizer Honorar-Generalkonsulats in Vilnius am Donnerstag und der erste Besuch eines Schweizer Bundespräsidenten am Freitag sei ein guter Anfang.

swissinfo und Agenturen

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