Schweizer 1999 spendenfreudiger denn je
Die Schweizerinnen und Schweizer haben sich im vergangenen Jahr spendenfreudiger denn je gezeigt. Knapp 1,2 Mrd. Franken - rund 59 Mio. Franken mehr als 1998 - flossen 1999 in die Kassen der 39 wichtigsten gemeinnützigen Institutionen.
Gemäss den am Samstag (01.07.) veröffentlichten Berechnungen der Zentralstelle für Wohlfahrsunternehmen (Zewo) trugen vor allem private Spenden und Legate zu diesem neuen Rekordergebnis bei.
Diese betrugen gesamthaft 545,4 Mio. Franken und bildeten mit 47,1 Prozent die die wichtigste Finanzquelle der gemeinnützigen Organisationen.
Während die Zuwendungen von Privaten um 12 Prozent oder 58 Mio. Franken stiegen, sank der Anteil der öffentlichen Hand um 2,5 Prozent auf 32,2 Prozent oder 372 Mio. Franken.
Wie die Zewo weiter mitteilte, profitierten die im Inland tätigen Hilfswerke (plus 14 Prozent) mehr vom Geldfluss, als die Auslandwerke (plus 8,5 Prozent).
Zum Zuwachs bei den im Ausland tätigen Werken trug einzig die Glückskette der SRG SSR idée suisse bei. Ebenfalls stärker berücksichtigt wurden die grossen Institutionen.
Die Zewo untersucht seit 1989 die Entwicklung der Spendeneinnahmen der Hilfswerke. Basis für die Berechnungen bilden die Jahresrechnungen von 39 gemeinnützigen Institutionen, die sich sozialen, humanitären, soziokulturellen oder ökologischen Aufgaben widmen.
Die Zewo ist die schweizerische Fachstelle für gemeinnützige, Spenden sammelnde Institutionen. Sie verleiht ein Gütesiegel an geprüfte Organisationen, die strenge Kriterien erfüllen müssen.
swissinfo und Agenturen
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