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Schweizer Top-Manager verdienen immer mehr

Schweizer Topmanager haben ihre Position als Europas Spitzenverdiener verteidigt. Sie verdienen laut einer am Dienstag (27.06.) in Zürich veröffentlichten Studie im Durchschnitt 243'000 Franken.

Im Durchschnitt stiegen die Schweizer Toplöhne gegenüber dem Vorjahr um 4,3 Prozent, wie die Studie zeigt.

Laut der «Salärstudie 2000 – Kadersaläre in der Schweiz» der Zürcher «HandelsZeitung» und der deutschen Unternehmensberatungsfirma Kienbaum in Gummersbach lag das Bruttojahresgehalt eines Schweizer Managers der obersten Führungsebene Ende März mit 243’000 Franken 2’000 Franken höher als ein Jahr zuvor. Manager der zweiten Hierarchieebene tragen im Durchschnitt ein Salär von 166’000 (Vorjahr: 162’000) Franken nach Hause.

Auf der dritten Führungsebene sank das Bruttosalär leicht auf 117’000 (118’000) Franken. Bei 71 Prozent der Manager kam zum Grundsalär ein variabler Lohnanteil hinzu. Dieser macht beim Topmanagement im Schnitt 18 Prozent des Grundsalärs aus, auf der zweiten Ebene 13 Prozent und auf der dritten Stufe noch acht Prozent.

Die Spannbreite der Saläre ist aber gemäss Studie in der Schweiz ausserordentlich gross. Auf der gleichen Hierarchiestufe könne der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Lohn mehrere hundert Prozent betragen. Am besten verdient laut der Studie, wer in einem Unternehmen die kaufmännische Gesamtleitung innehat oder wer einem der Bereiche Verkauf, Vertrieb, Marketing beziehungsweise Organisation oder EDV vorsteht.

In Unternehmungen mit internationaler Ausrichtung ist die Lohntüte der Schweizer Topmanager im Vergleich mit neun weiteren europäischen Staaten am prallsten. Ihre Nettolöhne führen gemäss den Angaben die Rangliste an. Bei den Bruttolöhnen liegen die Schweizer jedoch mit 371’000 (Vorjahr: 367’000) Franken auf Rang drei.

Überholt wurden sie von den Topmanagern Österreichs (Rang 1) und Frankreichs (Platz 2). Auf den Rängen vier und fünf liegen die Spitzenmanager Irlands beziehungsweise Deutschlands. Italien, Niederlande, Britannien, Spanien und Belgien folgen in absteigender Reihenfolge.

Der Schweizer Teil der Studie «Kadersaläre Schweiz und Europa 2000» beruht auf Gehaltsangaben von 286 Unternehmen. Diese meldeten laut Mitteilung 6’144 Positionen der drei obersten Hierarchieebenen. Die Salärstudie soll Unternehmungen helfen, eine markt-, funktions- und leistungsgerechte Lohnpolitik umzusetzen, wie es in einer Mitteilung heisst.

swissinfo und Agenturen

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