Schweizer Wirtschaft für tiefere Mehrwertssteuer
Schweizer Wirtschaftsvertreter machen sich stark für einen tiefen Einheitssatz bei der Mehrwertsteuer. Die Reform dürfe nicht auf halber Strecke stehen bleiben, forderte der Wirtschaftsverband economiesuisse.
Ein tiefer Einheitssteuersatz bringe mehr Kaufkraft für alle, heisst es in dem in der «Neuen Zürcher Zeitung» veröffentlichten Aufruf.
Die Politik solle sich von Einzelinteressen befreien und die Reform mutig im volkswirtschaftlichen Gesamtinteresse vorantreiben, forderte Economiesuisse-Präsident Gerold Bührer laut der Mitteilung des Wirtschaftsdachverbands vom Samstag.
Mit einem tiefen und einheitlichen Steuersatz bei der Mehrwertsteuer bleibe Konsumentinnen und Konsumenten mehr Geld zum Leben und die Schweizer Unternehmen würden von unnötiger Bürokratie befreit.
Der öffentliche Aufruf stammt laut economiesuisse von einer Koalition aus Wirtschaftsverbänden, Handelskammern und Persönlichkeiten aus der Schweizer Wirtschaft.
Sie forderten den Einsatz von Bundesrat und Parlament für einen Einheitssteuersatz bei der Mehrwertsteuer. Nachdem mit der technischen Totalrevision des Mehrwertsteuergesetzes, die Anfang 2010 in Kraft gesetzt wird, ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht worden sei, dürfe die Reform jetzt nicht ins Stocken geraten.
Der Bundesrat hatte – wie berichtet – vor zehn Tagen bekannt gegeben, dass er zwar nach wie vor den Einheitssatz favorisiert, nun aber auch Alternativen wie ein Zweisatzmodell prüfen will.
swissinfo.ch und Agenturen
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