Stellenabbau bei Unaxis
Der Technologiekonzern Unaxis baut wegen des Einbruchs im Informationstechnologie-Markt weltweit bis Ende 2002 rund 600 der 8'000 Stellen ab. In der Schweiz und in Liechtenstein werden 190 Stellen gestrichen. Dabei wird es zu 90 Entlassungen kommen.
Ein Sozialplan sei in Vorbereitung, teilte Unaxis am Dienstag mit. Der Stellenabbau betreffe alle Funktions-Stufen und erfolge wo immer möglich durch natürliche Fluktuation oder vorzeitige Pensionierung.
Betriebsverlust prognostiziert
Unaxis geht davon aus, dass sich die zyklisch bedingte Nachfrageschwäche an Informations-Technologie bis weit ins nächste Jahr fortsetzen wird. Nach einer mehrjährigen Wachstumsphase befinde sich die Branche derzeit in einem länger anhaltenden Abschwung.
Im zweiten Halbjahr könnte deshalb ein Betriebsverlust aus operativer Tätigkeit resultieren, sagte Beat Baumgartner von Investor Relations bei Unaxis. Unter der Annahme, dass die Devestition zweier Bereiche erfolgreich sei, geht Unaxis aber weiterhin von einem positiven Konzernergebnis für laufende Geschäftsjahr aus.
Der im Halbjahresbericht 2001 erwähnte Rückgang des Bestellungseingangs habe sich insbesondere im Segment Information Technology fortgesetzt.
Die Aktien der Unaxis Holding AG verloren nach der Ankündigung des Stellen-Abbaus deutlich.
swissinfo und Agenturen
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