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Swissair: So etwas wie ein Sozialplan

Er ist irgendwie in Sicht, der Sozialplen für die entlassenen Swissair-Angestellten. Keystone

Bei den Sozialplänen für die entlassenen Swissair-Beschäftigten regt sich was. Die Sozialpartner einigten sich auf einen Zahlungsplan der Personalabbaukosten.

Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) teilte nach einer weiteren Sitzung der Task-Force «Swissair Personal» am Montagabend mit, dass der am Montag bereinigte Lösungsvorschlag so rasch wie möglich erste Zahlungen erlauben soll.

Der Plan decke Lohnfortzahlungen für Kündigungsfristen bis zu drei Monaten, weitere Ansprüche aus dem Arbeitsvertrag sowie gewisse Sozialplanleistungen. Höher verdienende Mitarbeitende hätten dabei mehr Konzessionen gemacht. Der Zahlungsplan umfasst rund 50 Mio. Franken. Die Leistungen aus der Pensionskasse der Swissair seien sicher gestellt.

Pilotprojekte

Der Chef des Zürcher Amts für Wirtschaft und Arbeit, Hanspeter Burkhard, berichtete an der Sitzung, die ehemaligen Swissair-Angestellten hätten auf Grund ihrer Qualifikation gute Chancen, neue Stellen zu finden.

Laut seco entwickelt die Arbeitslosen-Versicherung (ALV) zusammen mit den Sozialpartnern neue Arbeitszeitmodelle für Piloten und Flight Attendants, um weitere Kündigungen zu vermeiden. Geplant ist, die Modelle als Pilotprojekt in der ALV-Aufsichtskommission zu diskutieren und Anfang kommenden Jahres umzusetzen.

Ball beim Bundesrat

Der Präsident der VPOD-Sektion Luftverkehr, Daniel Vischer, sagte, es sei eine sinnvolle Einigung zustande gekommen. Es handle sich um eine vertretbare Lösung über die Kosten, für die unmittelbar Liquidität geschaffen werden müsse.

Die grössten Abstriche müssten die Piloten machen. Neben den vom seco erwähnten 50 Mio. Franken sind weitere 30 bis 60 Mio. Franken für die Renten der Frühpensionierten noch offen, wie Vischer sagte. Die Einigung bilde die Grundlage für einen liquiden Sozialplan, bei dem aber keine Luxusforderungen erfüllt würden.

Die von der Task-Force erzielte Einigung wird offenbar noch diese Woche dem Bundesrat vorgelegt. Die Kontroverse um die Sozialpläne hatte sich letzte Woche verschärft, als bekannt wurde, dass der Bund für im Ausland entlassene Swissair-Beschäftigte bis zu 80 Mio. Franken zahlen muss.

swissinfo und Agenturen

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