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Swissair-Töchter kurz vor der Restrukturierung

Gestreikt wird bei Air Littoral nicht das erste Mal. Die Angst um ihren Arbeitsplatz steckt den Beschäftigten schon lange in den Knochen. Keystone Archive

Bei den französischen Fluggesellschaften der Swissair Group steigt die Spannung. Am Montag (21.05.) werden der Restrukturierungs- und der Sozialplan für AOM und Air Liberté präsentiert. Das Personal hat zum Streik aufgerufen.

Der Nachfolger von Paul Reutlinger als Chef der Air Liberté, Marc Rochet, plant, die zwei Gesellschaften AOM und Air Liberté unter dem einen Namen der Air Liberté neu zu gruppieren. «Das ist das beste Mittel, um die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze gering zu halten», sagte Rochet.

Eine getrennte Behandlung der beiden notleidenden Fluggesellschaften schloss er aus. Dann würde jede Gesellschaft einzeln mit den enormen Schwierigkeiten konfrontiert werden, und die Konsequenzen könnten für die eine wie für die andere dramatisch sein, präzisierte Rochet.

«Ich kämpfe für die Zukunft von beiden zusammen.» Es bestünde so die Möglichkeit, die sozialen Auswirkungen zu verringern. «Wenn das Personal aber eine getrennte Lösung wünscht, werden wir diese auch prüfen», sagte Rochet. «Aber ich denke nicht, dass dies die beste Lösung wäre, auch langfristig gesehen.»

Aufruf zum Streik

Das Treffen des zentralen Betriebsrates am Montag wird von Arbeitsniederlegungen begleitet sein. Gemäss Direktion dürfte die Streikparole, die am Samstag von der Sektion der Gewerkschaft Confédération Générale du Travail (CGT) der Air Liberté herausgegeben wurde, den Flugverkehr nicht stark behindern.

75 Prozent der Flüge von AOM und Air Liberté seien gemäss der Direktion gesichert. Die Bewegung könnte sich allerdings am Mittwoch, dem Tag vor Auffahrt, zu einem Generalstreik ausweiten. Gemäss den Gewerkschaften sind 1’500 von den 5’000 Arbeitsplätzen der Air Liberté in Gefahr.

Die beiden Aktionäre von AOM/Air Liberté, die Swissair Group und Marine Wendel, haben angekündigt, dass sie die ganzen Investitionen am 25. Juni zurückziehen. Rochet will einen oder mehrere Käufer für die Fluggesellschaften suchen.

swissinfo und Agenturen

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