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Teurerer Anschluss, billigeres Sprechen

Telefonieren soll bald noch billiger werden. Keystone

Der Telefon-Anschluss soll teurer, das Telefonieren billiger werden. Da Ende 2002 die Pflicht der Swisscom ausläuft, die Telefon-Grundversorgung sicherzustellen, kann die Konkurrenz antreten. Das UVEK legt die Bedingungen fest.

Das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat am Freitag (06.04.) Vorschläge zur Neuregelung der Grundversorgung in der Telekommunikation in die Vernehmlassung gegeben. Die Kommunikations-Kommission (ComCom) wird in der zweiten Hälfte 2001 die Konzessionen zur Erbringung der Grundversorgung ausschreiben.

Die Verpflichtung des heutigen Grundversorgers Swisscom, einen analogen Telefonanschluss anzubieten, bleibt. Allerdings wird die Preisobergrenze ohne Mehrwertsteuer auf 30 bis 35 Franken erhöht. Heute liegt der Nettopreis der Swisscom bei 25.25 Franken. Die Swisscom mache eine Erhöhung geltend, um die Kosten zu decken, teilt das UVEK mit.

Preisobergrenzen bestehen neu nur noch für nationale Verbindungen, da künftig die Lokalen nicht mehr identifiziert werden können. Die Obergrenzen richten sich nach den heutigen Durchschnitts-Preisen der Swisscom und werden damit im Normaltarif um 53 Prozent gesenkt.

Weniger Telefonkabinen

Die verlangte Anzahl Telefonkabinen wird vermindert, da wegen des Wachstums im Mobilfunk die Nachfrage abnimmt. Anrufe aus den öffentlichen Sprechstellen werden mit einem Zuschlag von 19 Rappen pro Minute statt pauschal mit 50 Rappen pro Verbindung belegt.

Digitaler Telefonanschluss

Neu in den Grundversorgungs-Katalog aufgenommen wird das Angebot eines digitalen Anschlusses in ISDN-Qualität. Damit können die Konsumenten zwischen einem analogen und einem digitalen Anschluss wählen. Bei digitalen Anschlüssen wird auf eine Preisobergrenze verzichtet, da der Markt bereits erschwingliche Preise gebildet habe.

Neuausschreibung noch dieses Jahr

Gemäss dem Fernmelde-Gesetz vom 30. April 1997 wird ein oder mehrere Anbieter mit der Grundversorgung für alle Bevölkerungs-Kreise beauftragt. Die ComCom führt dazu periodisch eine Ausschreibung durch. Während einer Übergangszeit von fünf Jahren (Bis Ende 2002) wurde die Swisscom mit der Grundversorgung beauftragt.

Die Comcom wird in der zweiten Hälfte dieses Jahres die Grundversorgung neu ausschreiben. Die Vernehmlassung dauert bis zum kommenden 14. Mai.

swissinfo und Agenturen

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