Top 100 der Wirtschaft:Finanzsektor oben aus
Die Banken nehmen wieder die Spitzenplätze in der Schweizer Wirtschaft ein. Anders als im Vorjahr figurieren sie im "Bilanz"-Rating 2001 der 100 erfolgreichsten Unternehmen ganz vorn. Vorgearbeitet haben sich auch Hightech- und Medizinal-Firmen.
Der Finanzplatz Schweiz hat die Schweizer Wirtschaft wieder fest im Griff. Die Zürcher Bank Julius Bär und die Genfer Banque Privée Edmond de Rothschild haben die Vorjahres-Sieger, die Industrie-Unternehmen Kudelski und Serono, aus den obersten Medaillen-Rängen verdrängt.
Auch die Grossbank Credit Suisse Group konnte mit dem Platz 7 (Vorjahr 5) vorne mithalten, wie die Wirtschafts-Zeitschrift «Bilanz» in ihrer am Dienstag (26.06.) veröffentlichten Bestenliste «Top 100» zeigt. Die UBS hat sich von Rang 15 auf Rang 12 vorgearbeitet. Auch die am Swiss New Market kotierte Swissfirst schnitt mit Rang 17 vergleichsweise gut ab.
Der Finanzbranche blieben aber auch dramatische Abstürze nicht erspart. So sackte das Institut Vontobel nach dem gescheiterten Internetprojekt You von Rang 4 auf Platz 44 ab. Deutlich verlor auch die Bank Sarasin, die von Platz 10 auf Platz 19 abstieg.
Versicherungen nur im Mittelfeld
Die ebenfalls zur Finanzbranche zählenden Versicherungen kamen demgegenüber nicht über das Mittelfeld hinaus. Zwar arbeitete sich Swiss Life von Rang 42 auf Rang 34 vor. Die Bâloise verbesserte sich um 51 Plätze auf Rang 41.
Die Swiss Re, 1998 noch das Topunternehmen, fiel dagegen auf von Platz 40 auf Platz 63 zurück. Die Zurich Financial Services flog sogar aus der Liste der 100 besten Firmen hinaus.
Von den übrigen Wirtschafts-Bereichen glänzte wiederum die Industrie. Vorjahressieger Kudelski, Hersteller von Software für TV-Kodierungsgeräte, hat es mit Rang 3 erneut auf das Podest geschafft. Die Medizinaltechnikfirma Straumann (Zahnimplantate) verfehlte mit dem vierten Platz die Bronzemedaille des Vorjahres knapp.
Phonak macht Satz nach vorne
Einen Riesenschritt nach vorn machte der Hörgerätehersteller Phonak, der sich von Platz 36 auf Rang 5 verbesserte. Er setzte sich damit vor das Pharma-Unternehmen Serono, das vom 2. auf den 6. Platz leicht zurückfiel. Auch die Medizinalfirmen Synthes-Stratec holte von Rang 78 auf Platz 15 viele Ränge auf.
Einen dramatischen Abstieg muss dagegen Gretag Imaging verkraften. Figurierte die Herstellerin von Fotoverarbeitungs-Geräten im Vorjahr noch unter den besten 10, so findet sie sich nach massiven Problemen noch auf Platz 222.
Junge Medizinalfirmen rücken vor
Von den am Swiss New Market kotierten Firmen sind einzig die Medizinalfirmen Card Guard (8) und Jomed (27) und die Bank Swissfirst (17) gut platziert. Andere fielen weit zurück. So beispiesweise die Denkfabrik Think Tools, die gerade noch Rang 94 schaffte.
swissinfo und Agenturen
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