UBS Branchenumfrage 2002
Für 2002 wird in den meisten Branchen zwar mit leicht höheren Umsätzen und gleichbleibenden Erträgen gerechnet. Neues Personal wird aber kaum mehr eingestellt.
Wachstumsleader im Jahr 2002 werden die Pharmabranche, die Finanz- und die Unternehmens-Dienstleister. Dies geht aus einer Umfrage der Grossbank UBS bei 3800 Unternehmen zu Geschäftsentwicklung und Perspektiven hervor.
Für 2002 optimistisch sind gemäss der Umfrage auch der Kommunikations- sowie der Gesundheitsbereich. Die Pharmabranche sieht sich anhaltend gut im Trend. Die Versicherungen erwarten nach den Ereignissen im Herbst das kräftigste Nachfragewachstum.
Auf der Verliererseite dürften im laufenden Jahr die Metallindustrie, das Baugewerbe und die Uhrenhersteller stehen. Skeptisch gestimmt sind die Unternehmer in bezug auf die Entwicklung der Ertragslage.
Das Wachstum in der Schweiz werde im ersten Halbjahr 2002 durch die vorerst andauernde Schwäche im Aussenhandel und bei den Investitionen belastet bleiben. In der Folge sei jedoch wieder mehr Dynamik zu erwarten. Die UBS geht für 2002 von einem leichten realen Wirtschaftswachstum aus.
Für das laufende Jahr sind die Unternehmen beim Personalaufbau zurückhaltender geworden. Ein Mehrbedarf an Arbeitskräften wird noch bei den Firmen der «jungen» Wirtschaftszweigen wie Informatik, oder bei Immobilien- und Unternehmensdienstleistungen erwartet.
Besonders aus der Uhrenindustrie, der Logistik, der Kunststoff- und Metallindustrie kämen jedoch Signale eines bevorstehenden Stellenabbaus.
swissinfo und Agenturen
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