Überall Fasnachtsfieber
Weite Teile der Schweiz waren übers Wochenende fest in Narrenhand. Durch Bern tosten die Guggenmusiken. In Zürich regnete es ebenso wie in der Waadt Konfetti.
Die Fasnacht lockte wieder Zehntausende Bernerinnen und Berner in die Strassen und Gassen der Bundesstadt. Gegen 70 Gruppen beteiligten sich am grossen Fasnachtsumzug, davon rund 50 Guggenmusiken. Der Bundesplatz erbebte unter einem Monsterkonzert.
In Biel ging die Fasnacht am Sonntag mit einem Umzug und dem anschliessenden Narrenkongress zu Ende. Prinz Karneval musste die Herrschaft über die Stadt für den Rest des Jahres wieder an den Stadtpräsidenten Hans Stöckli übergeben.
«Art de Blamage»
In Zürich säumten am Sonntag Tausende die Route des internationalen Umzugs. 55 Gruppen mit rund 3000 Fasnächtlern zogen durch die Stadt. Die Szenerie prägten insbesondere die Guggenmusiken.
Die Fasnachtsgruppen präsentierten sich mit teils aufwendig dekorierten Wagen. Da war etwa in Anspielung auf die Expo.02 ein Wagen mit dem Motto «Art de Blamage». Ein anderes beliebtes Sujet des Umzugs war die Swissair. Ein mit «Bruggiss-Air» beschrifteter Wagen präsentierte ein lädiertes Flugzeug im Sinkflug, das auf das Bundeshaus zusteuert.
Verletzter Feuerspeier
Alle Fasnachtsanlässe verliefen ohne grössere Zwischenfälle. Einzig am Fasnachtsumzug in Herisau/AR zog sich ein 22-jähriger Feuerspeier Verbrennungen zu. Nach Angaben der Rega geriet seine synthetische Kleidung in Brand. Der Verunglückte musste ins Universitätsspital nach Zürich geflogen werden.
Am närrischsten in Payerne
In der Waadt «fasnachtete» besonders Payerne. Der zum 107. Mal duchgeführte Anlass ist der grösste seiner Art in der Waadt. Am Umzug vom Sonntag nahmen unter strahlendem Sonnenschein und dichtem Konfettiregen gut 30 Wagen, Gruppen und Cliquen teil. 10’000 Menschen, doppelt so viele wie im Vorjahr, säumten nach Angaben der Organisatoren die Strassen.
Payernes Lustbarkeiten halten auch am Montag an. Am Abend verkleiden sich allerdings nur die Frauen. Der Karneval in der Westschweiz geht weiter mit jenem von Moudon/VD vom 1. bis 3. März und jenem von Yverdon/VD vom 8. bis 10. März.
swissinfo und Agenturen
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