Vertrauen der Bevölkerung in die Banken steigt wieder
Das Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer in ihre Banken nimmt nach einem leichten Einbruch in den Jahren 1996 und 1997 wieder zu. Dies zeigt die am Donnerstag (14.09.) veröffentlichte Meinungsumfrage der Schweizerischen Bankiervereinigung (SBVg).
77 Prozent der Befragten sprachen sich für die Beibehaltung des Bankkunden-Geheimnisses aus.
Einer Aufhebung stimmte die Mehrheit der Befragten nur in einzelnen Fällen wie beispielsweise bei Verdacht auf Geldwäscherei oder bei ausländischen Diktatoren- und Potentaten- Geldern zu. Also in Situationen, in denen bereits heute Gesetze das Bankkunden-Geheimnis einschränken.
62 (Vorjahr: 52) Prozent der Befragten bezeichneten ihr Verhältnis zum Bankenplatz Schweiz als positiv oder sogar sehr positiv. 11 (Vorjahr 15) Prozent haben eine negative oder sehr negative Einstellung. 26 (Vorjahr 31) Prozent reagieren gleichgültig.
Auch die Zufriedenheit der Bankkunden mit ihrer eigenen Bank hat im Vergleich zu den letzten Jahren deutlich zugenommen. 79 (Vorjahr 73) Prozent der Befragten stufen die Leistungen ihrer Bank als gut oder sogar sehr gut ein.
Hervorgehoben wird die volkswirtschaftliche Bedeutung der Banken: 62 Prozent der Befragten sehen einen sehr engen Zusammenhang zwischen der Entwicklung der Banken und dem Wohlstand in der Schweiz. Eine Mehrheit der Befragten findet, dass die Banken den bedeutendsten Beitrag zum schweizerischen Wohlstand leisten.
Grosse Bankgewinne werden nicht nur akzeptiert, sondern auch für die Schweizer Wirtschaft von 58 (Vorjahr: 50) Prozent der Befragten als nötig erachtet.
Kritik am Verhalten gegenüber KMU
Kritisch wird weiterhin das Verhalten der Banken gegenüber den Klein- und Mittelbetrieben (KMU) beurteilt. 52 (57) Prozent sind der Meinung, die Banken würden zu wenig für die KMU unternehmen.
Im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert haben sich die Forderungen an die Banken nach der Schaffung von mehr Arbeitsplätzen und der gezielten Förderung von Jungunternehmern.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch