Vorsorge: Krise vernichtet 76 Milliarden
Wegen der Finanzkrise haben die Pensionskassen im vergangenen Jahr bei den Kapitalanlagen einen Nettoverlust von über 76 Mrd. Franken erlitten. Verantwortlich dafür waren hauptsächlich die getauchten Börsenkurse.
Die Kurs- und Wertverluste in der beruflichen Vorsorge nahmen 2008 aufgrund der schlechten Börsenlage um über 600% zu und erreichten annähernd 100 Mrd. Franken. Nach Abzug des Erfolgs verblieb den Einrichtungen aus dem Anlagegeschäft netto ein Minus von 76,2 Mrd. Franken, teilte das Bundesamt für Statistik (BfS) mit.
Mit 220 Mrd. Franken blieben die Obligationen die wichtigste Anlageform. Die Aktien brachen wegen der Kursentwicklungen um einen Drittel auf 112,4 Mrd. Franken ein. Die Wertschwankungs-Reserven gingen im Berichtsjahr von über 50 Milliarden um über 80% zurück und betrugen Ende 2008 noch 8,5 Mrd. Franken.
Die Zahl der in der beruflichen Vorsorge Versicherten nahm im vergangenen Jahr um 3% auf 3,65 Millionen zu. Das BFS erklärt dies damit, dass die Realwirtschaft 2008 von der Finanzmarktkrise noch weitgehend verschont geblieben sei.
Weiter abgenommen hat im Berichtsjahr hingegen die Zahl der Pensionskassen. Ende 2008 gab es noch rund 2430 Einrichtungen, verglichen mit 2540 im Vorjahr.
swissinfo.ch und Agenturen
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