Wachstum der Schweizer Flughäfen schwächt sich ab
Der Konjunkturabschwung hinterlässt bei den drei Schweizer Flughäfen Zürich, Basel-Mülhausen und Genf Spuren. Nach dem kräftigen Wachstum im letzten Jahr haben sich die Passagierzahlen im ersten Halbjahr 2001 verhalten entwickelt.
Der Flughafen Zürich verzeichnete in den ersten sechs Monaten 2001 gegenüber der Vorjahresperiode ein nur noch bescheidenes Wachstum von 2,9%, wie deren Sprecherin Sonja Zöchling sagte. Im ganzen Jahr 2000 waren es noch 8,4% gewesen.
Kaum Anstieg der Flugbewegungen
Ablesbar ist das schwächere Wachstum auch an der Zahl der Flugbewegungen: Sie stiegen nur noch um 0,6% gegenüber 6,3% im ganzen letzten Jahr. Viele Fluggesellschaften setzten auf grössere Flugzeuge, die mehr Passagiere befördern können.
Noch stärker als Zürich bekam der Flughafen Basel-Mülhausen den Konjunkturabschwung zu spüren. Dort sanken die Passagierzahlen im ersten Halbjahr 2001 gar um 2%.
Genf: Juli gar rückläufig
Kräftige Bremsspuren waren schliesslich auch auf dem Flughafen Genf-Cointrin zu beobachten. Nach einem Wachstum von 11,5% im ganzen letzten Jahr betrug der Zuwachs in den ersten sechs Monaten 2001 nur noch magere 2,5%.
«Seit April schwächt sich das Wachstum stark ab», sagte Jean-Pierre Jobin, Direktor des Flughafens Genf-Cointrin (AIG). Im Juli seien die Zahlen gar rückläufig gewesen.
Die Abschwächung sei bei Geschäftsreisenden und Touristen spürbar gewesen. Laut Jobin widerspiegeln die Zahlen die aktuelle Konjunkturlage. «Der Luftverkehr ist ein sensibler Indikator für die Vitalität der ganzen Volkswirtschaft», sagte der AIG-Direktor.
Hoffnungen setzt die Branche auf das wichtige zweite Halbjahr, das traditionell besser ausfällt.
swissinfo und Agenturen
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