Weniger Forschung bei ABB
ABB baut konzernweit 135 Forschungs-Stellen ab. Die Folgen für die Schweiz sind noch unklar.
Betroffen durch die Sparmassnahmen sind ausschliesslich Forschungs-Zentren in Europa, deren Bestand um 210 auf 550 Stellen reduziert wird. Dagegen werden die Forschungs-Zentren in den USA und Asien laut einer ABB-Mitteilung vom Mittwoch von 25 auf 100 aufgestockt.
Die vom Abbau betroffenen Forscher sollen nach Möglichkeit innerhalb des Konzerns umplatziert werden. Die Streichung entspricht einem Anteil von 2,2 Prozent. Die Kürzungen sind Teil des bereits im vergangenen Sommer angekündigten weltweiten Abbaus von 12’000 Stellen.
Schwerpunkt Informations-Technologie
Die Umlagerungen sind Folge einer strategischen Neuausrichtung des Bereichs Forschung und Entwicklung. Die Förderung von Informations-Technologien soll gezielt vorangetrieben werden.
Gemäss ABB-Mitteilung wird besonderes Gewicht auf die Konzern-Initiative «Industrial Information Technology» gelegt. Diese zielt auf die Entwicklung einer gemeinsamen Informations-Basis für Produkte, Installationen und Software-Systeme in Produktions-Anlagen ab.
Im Gegenzug werden laut ABB-Sprecher Thomas Schmidt Investitionen in Projekte mit einem langen Zeithorizont und ungewissen Erfolgs-Chancen eingeschränkt. Im letzten Jahr hatte ABB drei Prozent des Umsatzes (703 Mio. Dollar von 23 Mrd. Dollar) für Forschung und Entwicklung ausgegeben.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch