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Berufsbildung verbessern

Kreativ sein sollen junge Berufsleute nicht nur in ihrer täglichen Arbeit, sondern auch in ihrer individuellen Weiterbildung. Keystone

Lernen zu lernen, Sprachkenntnisse und psychosoziale Kompetenzen verbessern - die Schweizer Berufsbildung soll ausgebaut werden.

Rund 800 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind der Ansicht, dass das System der Schweizer Berufsbildung zwar reformiert, aber im Prinzip beibehalten werden soll.

Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die vom Bundesamt für Bildung und Technologie (BBT) beim Berner GfS-Forschungsinstitut in Aufrag gegeben wurde. Die Experten setzen also immer noch auf den Grundsatz der Berufsbildung, die im Wechsel von Schule und Lehrbetrieb stattfindet.

Drei Kompetenzen fördern

Allerdings sollen drei Schlüssel-Kompetenzen gefördert werden: Zum einen sollen Berufsleute lernen, sich in ihrem Berufsfeld weiter zu entwickeln. Leute, die selber lernen und sich weiterbilden können, seien gefragt.

Zum andern müssten die Berufsschulen die Sprachkompetenzen ihrer Abgängerinnen und Abgänger verbessern. Berufsleute müssten künftig mehr Sprachen beherrschen als heute.

Schliesslich müssten gute Berufsleute auch mit psychosozialen Kompetenzen ausgestattet werden. Gerade die flexible Einstellung auf neue Situationen, Umgebungen und Kulturen dürfe nicht einfach vorausgesetzt werden, sondern sei in der Berufslehre und -schule zu erwerben.

Neue Lernmethoden erwartet

Die Experten gehen zugleich davon aus, dass sich die Lernmethoden verändern. Als besonders zukunftsträchtig wurde laut GfS der Projektunterricht eingestuft. Alles, was die Praxisorientierung in der schulischen Ausbildung fördere, stehe hoch im Kurs.

Didaktisch werde ein Schub in Richtung multimedialer Lern- und Schulungsprogramme vorausgesagt. Allerdings ohne fundamentalen Wandel der Lernorte. So rechnen die Experten ausdrücklich nicht damit, dass der virtuelle Campus in den kommenden 20 Jahren das Klassenzimmer ersetzt.

swissinfo und Agenturen

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