Bundesrat Schmid gegen Extrem-Züchtungen
An der Generalversammlung des Europäischen Verbandes für Kleintierzüchter hat sich Bundesrat Schmid für die Bewahrung der Tierwelt in ihrer natürlichen genetischen Eigenart ausgesprochen.
Samuel Schmid nahm am Samstag (26.05.) als Ehrengast an der Generalversammlung des Europäischen Verbandes für Geflügel-, Tauben-, Kaninchen- und Cavia-Zucht teil. Er sprach sich in seiner Rede vor den rund 150 Delegierten klar gegen Extrem-Züchtungen aus; nur so würde die Vielfalt für spätere Generationen erhalten. Der Mensch dürfe das Tier nicht um jeden Preis einem von ihm gemachten Ideal anpassen.
Die schweizerischen Kleintierzüchter hätten sich schon sehr früh gegen solche «unguten Entwicklungen» eingesetzt, lange bevor der Tierschutz das Thema entdeckt habe, sagte Schmid. Die Kleinzüchter bemühten sich seit Jahren, die immense Arten- und Rassenvielfalt als wertvolles Kulturgut zu erhalten. Sie seien im Sinne der Umweltkonferenz von Rio Hüter der bedrohten genetischen Ressourcen.
Mehr als 1,5 Millionen Mitglieder
Der Europäische Verband der Kleintierzüchter betreut verschiedene Sparten wie Geflügel (200 Rassen), Tauben (400 Rassen) oder Kaninchen (100 Rassen). Zum Verband gehören mehr als 1,5 Mio. Züchter in 23 Ländern.
swissinfo und Agenturen
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