Datenschutz ist Schweizer Bevölkerung wichtig
Drei Viertel der Schweizerinnen und Schweizer sorgen sich um ihre Daten im Internet. Neun von zehn pochen auf Datenschutz in Unternehmen und Verwaltungen. Für einen Fünftel ist die Privatsphäre nur ungenügend geschützt.
Dies geht aus der ersten repräsentativen Umfrage zum «Datenschutz in der Schweiz» hervor, die von Privatim, der Vereinigung der schweizerischen Datenschutzbeauftragten, zum 3. Europäischen Datenschutztag vom 28. Januar in Auftrag gegeben worden war.
26% der Befragten erachten es als sehr wichtig, 52% als wichtig, was mit ihren Daten im Internet geschieht. Am bedeutendsten ist der Internet-Schutz gemäss der Studie den 15- bis 34-Jährigen.
Mehr als vier von fünf Befragten vertrauen öffentlichen Stellen (Polizei, Spitälern, Einwohnerämtern), dass sie persönliche Daten richtig verwenden. Dagegen kommen Privatunternehmen deutlich schlechter weg.
Laut Privatim-Präsident Bruno Baeriswyl, Datenschutzbeauftragter des Kantons Zürich, besteht eine deutliche Diskrepanz zwischen dem Wunsch nach gutem Schutz und einer Sorglosigkeit namentlich beim Umgang mit privaten Daten im Internet. Als Beispiel nennt er Social-Networks wie Facebook oder MySpace.
Insgesamt wurden im Januar von DemoScope telefonisch 1006 Personen in allen Schweizer Regionen befragt.
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch