Erste radioaktive Abfälle im Zwilag eingetroffen
Der erste Behälter mit radioaktiven Abfällen aus dem Kernkraftwerk Leibstadt ist in der Nacht auf Dienstag (03.07.) im Zentralen Zwischenlager (Zwilag) in Würenlingen eingetroffen. Der Transport verlief reibungslos.
Es sei zu keinerlei Behinderungen gekommen, sagte Leo Erne, Pressesprecher des Kernkraftwerks Leibstadt (KKL). Der Schwertransporter mit ausgedienten Brennelementen war um 1 Uhr in Leibstadt gestartet und traf um 2.20 Uhr in Würenlingen ein.
Im dem rund 135 Tonnen schweren Behälter wurden 97 Brennelemente eingelagert. Der Transport vom KKL ins Zentrale Zwischenlager (Zwilag) in Würenlingen erfolgte mit einem 195 Tonnen schweren und 27 Meter langen 12-achsigen Sattelaufleger.
Transport geheim gehalten
Der schwere, dickwandige Transport- und Lagerbehälter schütze das Lagergut vor schweren Transportunfällen und weiteren äusseren Einwirkungen, teilte die Zwilag AG mit. Durch die im Behälter integrierten Abschirmungen sei die Strahlenbelastung für das Transportpersonal geringer als bei einem Transatlantik-Flug.
Die Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK) hatte der Zwilag AG bereits vor einigen Tagen die Einlagerungs-Freigabe erteilt. Der Transport aus dem KKL wurde auf Empfehlung der HSK und der Polizei bis zuletzt geheim gehalten.
Die ins Zwilag transportierten Brennelemente werden zu einem späteren Zeitpunkt entweder der Wiederaufbereitung oder der direkten Endlagerung in geeigneten geologischen Formationen zugeführt.
swissinfo und Agenturen
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