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Grosse Sportanlässe bringen nur kurzfristig Geld

Mitglieder der Arbeitsgruppe Olympische Winterspiele Graubünden 2010 zeigen ihre Machbarkeitsstudie. Keystone

Sport-Grossanlässe in der Dimension von Olympischen Spielen haben vor allem kurzfristige positive wirtschaftliche Effekte. Langfristig bringen sie wenig. Das sagt eine Studie des Luzerner Instituts für Tourismus-Wirtschaft (ITW).

ITW-Leiter Jürg Stettler relativiert die Untesuchtung und weist darauf hin, dass es «praktisch unmöglich» sei, allgemeine Schlussfolgerungen zu ziehen, weil wissenschaftlich fundierte Ergebnisse mehrheitlich fehlten.

Die Studie, was bringen denn grosse Sportanlässe, wurde im Auftrag des Komitees Olympiakritisches Graubünden verfasst, wie das Komitee am Sonntag (01.07.) mitteilte. ITW-Leiter Stettler kommt darin zum Schluss, dass die langfristigen ökonomischen Effekte von Sportgrossanlässen auf Produktion und Beschäftigung marginal seien.

Tourismus kann profitieren

Dazu komme, dass die diesbezüglichen Erwartungen in der Regel unrealistisch und viel zu hoch seien, so dass sie zwangsläufig enttäuscht werden müssten. Am ehesten profitiere von Sportgrossveranstaltungen der Tourismus in Form einer Erhöhung der Nachfrage durch den Ausbau und die Verbesserung der Infrastruktur und durch Werbe- und Imageeffekte.

Grosse Sportveranstaltungen müssten gut auf die Standort-Voraussetzungen abgestimmt sein, empfiehlt die Studie. Für die Schweiz hiesse das, dass beispielsweise Olympische Spiele nur in Kombination mit einer Grossstadt sinnvoll seien.

Swissinfo und Agenturen

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