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Helvetischer Nobelpreis für Hans Rudolf Herren

Hans Rudolf Herren in seinem Tätigkeitsgebiet in Afrika. BioVision

Der 55-jährige Herren, Spezialist für biologische Schädlingsbekämpfung, erhält den mit 200'000 Franken dotierten Brandenburger-Preis 2002.

Der Insektenforscher und Träger des Welternährungspreises wird damit für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Hans Rudolf Herren erhält den Brandenberger Preis für seine Errungenschaften auf dem Gebiet der biologischen Schädlingsbekämpfung und seinen unermüdlichen Einsatz zugunsten der ländlichen Bevölkerung in Afrika.

Wie die Brandenberger-Stiftung mitteilt, fiel die Wahl auf Hans Rudolf Herren, weil er als Naturwissenschafter «gewaltige Errungenschaften auf dem Gebiet der biologischen Schädlingsbekämpfung erzielt hat». Auch beinhalte seine Arbeit eine grosse Sozialkomponente.

Lebensstandard heben

Genau diese Breite sei die Voraussetzung, um den Branderberger-Preis zu erhalten, sagte Karel Zoller, der Präsident der Stiftung gegenüber swissinfo. «Es werden Leute ausgezeichnet, die sich um das Wohl der Menschheit verdient gemacht haben.»

Insbesondere würden Menschen oder Institutionen ausgezeichnet, die sich auf dem Gebiet der Natur- und Geisteswissenschaften, der Sozialarbeit und der Erhaltung der humanitären Kultur Verdienste erworben hätten, so Zoller weiter.

Der Brandenberger-Preis sei eigentlich ein Dank- und Förderpreis. «Der Preisträger oder die Preisträgerin kann denn frei über das Geld verfügen.»

Laut Zoller bestimmt eine Preiskommission der Stiftung, wer den Preis bekommt. Die Namen der möglichen Preisträger werden der Stiftung von Organisationen und Fachleuten zugetragen.

Visionen umgesetzt

Hans Rudolf Herren ist im Unterwallis aufgewachsen und gehört heute zu den weltweit führenden Wissenschaftern der biologischen Schädlingsbekämpfung.

Er lebt und forscht set über 20 Jahren in Entwicklungsländern. Seit 1994 leitet er das Internationale Institut für Insektenforschung (ICIPE) in Nairobi, Kenia.

Das ICIPE spielt eine zentrale Rolle in der Bekämpfung von Schädlingen, Parasiten und Krankheiten in Entwicklungsländern.

Herren wurde für seine Forschungen bereits mit verschiedene Preisen ausgezeichnet. 1995 erhielt er als erster Schweizer den Welternährungspreis.

In der Schweiz ist der 55jährige Hans Rudolf Herren Präsident des gemeinnützigen Vereins BioVision, der bezweckt, die natürlichen Lebensgrundlagen im In- und Ausland zu erhalten.

Der Preis wird am kommenden Samstag am Gottlieb Duttweiler-Institut in Rüschlikon übergeben.

swissinfo, Urs Maurer

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