Juni brachte tollen Wettermix
Das Angebot des Juni Ausgabe 2001 reichte von sintflutartigen Regenfällen mit kühlen zehn Grad bis zu Sommerwetter mit 30 Grad, wie MeteoSchweiz bilanzierte. Der Juni war im langjährigen Vergleich deutlich zu nass, aber dennoch überdurchschnittlich sonnig.
In einer Zeit, wo alles bilanziert, gemessen und interpretiert wird, darf auch der Juni 2001 (wettermässig) nicht fehlen. Hier also alles über den sechsten Monat im Jahr:
Bis am 19. Juni war die Witterung unbeständig mit kräftigen Niederschlagsphasen vom 8. bis 10. des Monats, wo im Westen und im Kanton Graubünden teils so viel Regen fiel, wie normalerweise während des ganzen Junis.
Im ganzen Monat fiel in Graubünden das Doppelte der normalen Regenmenge. Auf der Alpensüdseite und am östlichen Alpennordhang gab es das 1,5- bis zweifache der Norm.
Im Tessin wurden grosse regionale Unterschiede registriert: in Stabio wurden 60%, in Locarno dagegen 200% gemessen. Im zentralen und östlichen Mittelland fielen rund 150% des Mittels. Etwas besser kamen der Juranordfuss und die Nordschweiz mit 110 bis 150% weg.
Tiefpunkt Pfingsten
Allerdings richteten die ersten massiven Sommergewitter im oberen Baselbiet mit sintflutartigen Regengüssen und bis drei Zentimeter grossen Hagelkörnern grosse Schäden an. Dabei fielen in drei Stunden 80 Liter Niederschlag pro Quadratmeter.
Begleitet war die unbeständige Witterung des Junis von teilweise deutlich zu kühlen Temperaturen. Den Tiefpunkt setzte auf der Alpennordseite der Pfingstsonntag mit Schnee bis gegen 1’000 Meter und Tageshöchst-Temperaturen von 10 bis 14 Grad.
Höhepunkt Monatsende
Das letzte Monatsdrittel war dann sonnig und warm. Im Monatsschnitt waren die Temperaturen in der Deutschschweiz normal, in der Südschweiz etwa ein Grad wärmer als im Mittel der Jahre 1961 bis 1990.
Nur klein war der Wärmeüberschuss in den Bergen der Alpensüdseite. Dank des schönen Monatsendes erhielt der Juni überdurchschnittlich viel Sonnenschein. Im Flachland der Deutschschweiz wurden 120% der normalen Besonnung registriert, etwas weniger in den Alpen. Auf der Alpensüdseite erreichten die Werte 125 bis 145% der Norm.
swissinfo und Agenturen
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