Politik fängt schon früh an
Bundesrätin Ruth Dreifuss fordert die Schweizer Jugend auf, sich mehr am politischen Leben zu beteiligen. Es gebe durchaus ein politisches Leben vor der Volljährigkeit
Die Innenministerin war am Samstag an der 9. Konferenz der Schweizer Jugendparlamente in La Chaux-de-Fonds (NE) ein Höhepunkt der Veranstaltung. Sie ergriff im Rahmen einer Staatskunde-Debatte das Wort.
In diesem Zusammenhang sprach Dreifuss vom unterschiedlichen Unterrichtsniveau in den Kantonen. Werte für Toleranz, Pluralismus und das allgemeine Wohl würden nur ungenügend vermittelt. «Staatskunde sollte nicht nur theoretisch vermittelt werden, sondern ganz konkret geübt und in die Praxis umgesetzt werden.»
Politik findet immer statt
Staatskunde-Unterricht beginne schon in der Primarschule, etwa durch die Wahl von Klassenvertretern oder mit Abstimmungen über Dinge, die das Leben der Schüler und Schülerinnen, Lehrlinge und Studierenden beträfen, sagte die Innenministerin weiter.
Die vom 26. bis 28. Oktober stattfindende Jugendparlament-Konferenz in La Chaux-de-Fonds, zu der rund 80 Jugendliche aus verschiedenen Teilen der Schweiz anwesend sind, bietet keinen Ersatz für das fehlende nationale Jugendparlament. Immerhin ist die Veranstaltung aber eine Chance zu gegenseitigem Austausch unter politisch engagierten Jugendlichen.
Organisiert wird die dreitägige Konferenz vom Dachverband Schweizer Jugendparlamente (DSJ) und ist nicht mit der eidgenössischen Jugendsession zu verwechseln, die jährlich unter der Bundeshauskuppel stattfindet.
swissinfo und Agenturen
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