Rückenschmerzen: Neue Behandlungsmethoden
Rücken- und andere Schmerzen des Bewegungsapparates verursachen in der Schweiz jährlich Kosten von rund 14 Mrd. Franken. In einem Nationalfonds-Forschungsprogramm wurden Methoden entdeckt und entwickelt, um sowohl Kosten als auch Leid zu verringern.
In den 26 Projekten des Nationalen Forschungsprogramms «Muskuloskelettale Gesundheit – chronische Schmerzen» (NFP 53) wurde während 5 Jahren nach neuen Behandlungsmethoden geforscht.
Eine an rund 1400 jungen Männern und Frauen durchgeführte Studie ergab, dass ein Viertel ein erhöhtes Risiko für Hüft-Arthrosen aufweist. Die Forscher empfehlen, dass diese Menschen auf Sportarten mit schnellen, kraftvollen Hüftbewegungen wie Eishockey oder Karate verzichten.
Eine weitere Untersuchung zeigte, dass Menschen mit chronischen Rückenschmerzen auch trainieren sollten, wenn ihre Schmerzen zunehmen.
Andere Forscher entwickelten ein spezielles Trainingsgerät für alte Menschen, um deren Muskulatur zu kräftigen und das Sturzrisiko zu senken.
Dank aktivem Training fielen die Betroffenen durchschnittlich 40 Tage pro Jahr weniger bei der Arbeit aus als Patienten, die mit herkömmlichen Methoden behandelt worden waren.
So kam ein Kostenvergleich nach drei Jahren denn auch zum Schluss, dass das aktive Training auch Arbeitgeber und Invalidenversicherung wesentlich günstiger zu stehen kommt.
swissinfo und Agenturen
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