Satellit SMOS soll Klimawandel überwachen
Ein neuer Satellit mit Schweizer Beteiligung ist von der russischen Raumstation Plessk aus zur Erdbeobachtung gestartet. Die Europäische Raumfahrtorganisation (ESA) hat ihn am frühen Montagmorgen ins All geschickt.
Das Messinstrument des Satelliten heisst «SMOS» und sammelt Daten über den Salzgehalt an der Oberfläche der Ozeane und die Bodenfeuchte.
Für die 315 Millionen Euro teure SMOS-Mission haben Ingenieure und Wissenschaftler ein völlig neues Messinstrument, ein sogenanntes interferometrisches Radiometer entwickelt.
Beteiligt an der Mission sind auch Schweizer Forschungsinstitute und Technologieunternehmen. RUAG Space baute das optische Glasfaser-Datenübertragungssystem an Bord des Satelliten. Mit dem System werden Daten von den Sensoren der SMOS-Antenne zu einem zentralen Computer übertragen.
Wissenschaftler der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) und der Universität Bern entwickelten gemeinsam mit der Firma Gamma Remote Sensing AG Messgeräte, die von der Erde aus an verschiedenen Standorten die Bodenfeuchtigkeit messen werden. Die so erhobenen Daten dienen dazu, die SMOS-Messungen zu eichen.
Läuft alles wie geplant, wird SMOS künftig 14 Mal am Tag die Erde umrunden. Aufgrund der Erdrotation deckt er so nach und nach die gesamte Erdoberfläche ab. Ein Ende der Mission ist frühestens in drei Jahren geplant.
swissinfo.ch und Agenturen
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