Seilbahnen fehlte das Wetterglück
Das schlechte Wetter hat in der Wintersaison zu einem leichten Einnahmen-Rückgang bei den Schweizer Seilbahnen geführt. In den Voralpen konnten die Bahnen teilweise sogar nur einige Tage öffnen.
Die Schweizer Seilbahnen haben im vergangenen Winter eine Umsatz-Abnahme von einem Prozent auf 683 Mio. Franken hinnehmen müssen. Damit wurden rund sieben Mio. Franken weniger eingenommen als im vorangegangenen Winterhalbjahr. Angesichts der ausgeprägten Schlechtwetter-Periode während des gesamten Monats März und den vielen Wochenenden mit Schlechtwetter kann der Winter für die Seilbahnbetreiber insgesamt jedoch trotzdem als zufriedenstellend bezeichnet werden. Dies gab der Verband Seilbahnen Schweiz (SBS) am Donnerstag (19.04.) bekannt.
Deutliche Umsatz-Zunahme im Tessin
Laut SBS ist die Umsatzentwicklung in den einzelnen Regionen ausgesprochen unterschiedlich ausgefallen. Die Wintersportgebiete im Tessin, allen voran Bosco Gurin und der Monte Tamaro, konnten eine massive Umsatzzunahme verzeichnen. In Graubünden und teilweise auch in der Zentralschweiz erzielte man immerhin durchschnittliche, örtlich gar überdurchschnittliche Ergebnisse.
Umsatzeinbussen im Berner Oberland und im Wallis
Besonders auf der Alpennordseite seien die Schneeverhältnisse aber prekär gewesen. Laut Mitteilung des SBS verfügten höhergelegene Regionen im vergangenen Winter zwar über weitgehend gute Pistenverhältnisse. Trotzdem sei es im Berner Oberland und im Wallis jedoch zu Umsatzeinbussen gekommen.
Voralpen-Skigebiete als grosse Verlierer
In den Voralpen-Skigebieten hingegen sei der Winter derart schlecht gewesen, dass die dortigen Anlagen vielerorts nur während einiger Tage in Betrieb genommen werden konnten, teilte der Branchenverband mit.
Die im vergangenen Winter erzielten Umsatzeinbussen treffen die Schweizer Seilbahnen empfindlich: Laut SBS erwirtschaftet eine Seilbahn in den Wintermonaten durchschnittlich 84% ihres Umsatzes.
swissinfo und Agenturen
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